Heute im Fokus: Zins- und Inflationserwartungen


19.01.23 08:44
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Stimmung an den Finanzmärkten ist gut, so die Analysten der Helaba.

So seien die Konjunktursorgen in Europa zuletzt kleiner geworden und die Zinserwartungen dennoch gedämpft. Hinweise vonseiten der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank gebe es allerdings nicht, dass der Zinserhöhungszyklus bald beendet werde. Vielmehr würden Vertreter der beiden Zentralbanken nicht müde zu betonen, dass trotz des womöglich überschrittenen Inflationshochs weitere Zinsschritte in den restriktiven Bereich vonnöten seien.

Auch heute stünden Notenbankreden auf dem Programm - unter anderem von EZB-Präsidentin Lagarde. Dann werde sich zeigen, ob die zuletzt aufgekommenen Gerüchte über eine langsamere Gangart bei den Zinserhöhungen bestätigt würden. Bereits gestern habe Ratsmitglied Villeroy de Galhau den Markterwartungen etwas Wind aus den Segeln genommen, als er gesagt habe, dass Lagardes früherer Hinweis auf Zinsschritte von 50 BP weiterhin Gültigkeit habe.

Für Entspannung bei Marktteilnehmern würden womöglich aber auch die Inflationserwartungen sorgen. Sowohl in den USA als auch in der Eurozone seien die 5-jährigen Inflation-Forwards seit Jahresanfang rückläufig. Der 5J/5J-Forward in der Eurozone sei unter 2,3% gesunken und nähere sich so der offiziellen Zielmarke der EZB von 2%. In den USA sei der Wert unter die 2,50%-Marke gerutscht.

Das datenseitige Interesse gelte heute den US-Zahlen. Neben den Baubeginnen und Genehmigungen liefere der Philadelphia-FED-Index eine weitere Indikation für die Stimmungslage im Industriesektor. Die vergleichbare FED-Umfrage im Großraum New York habe mit dem überraschenden Rückgang auf -32,9 Punkte bereits enttäuscht. (19.01.2023/alc/a/a)





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