Heute im Fokus: US-Inflation


12.01.23 08:39
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Derzeit gibt es eine gewisse Diskrepanz zwischen dem, was die US-Notenbank an Zinserhöhungen in Aussicht stellt und dem, was marktseitig eingepreist wird, so die Analysten der Helaba.

Während vonseiten der FED das Zinstop bei 5,00 bis 5,25% gesehen werde und das hohe Niveau für eine längere Zeit gehalten werden solle, würden die FED-Funds-Futures ein Zinshoch von unter 5,0% zur Mitte dieses Jahres einpreisen. Danach werde wieder mit sinkenden Zinsen gerechnet und so stehe der Satz per Ende 2023 bei 4,50%.

Die Zinsfantasie sei vom Einbruch des ISM-Serviceindexes unter die Expansionsschwelle von 50 Punkten gedämpft worden, ebenso vom Arbeitsmarktbericht, der einen gemäßigten Preisdruck angezeigt habe. Heute stünden die Verbraucherpreise zur Veröffentlichung an. Die Analysten würden davon ausgehen, dass die Preisdynamik weiter abgenommen habe. Es mache sich ein Basiseffekt wegen des Preisschubes Ende 2021 bemerkbar, der die Inflationsrate auch in den kommenden Monaten weiter drücken sollte. Dies gelte auch für die Kernteuerungsrate - wenn auch in einem geringeren Umfang.

Die Inflationszahlen müssten die Konsensschätzungen schon unterschreiten, um die Zinserwartungen weiter zu dämpfen. Hinweise dafür gebe es allerdings nicht. Insgesamt werde die FED sich wohl darin bestärkt sehen, die Zinsen weiter in den restriktiven Bereich zu erhöhen, um sie einige Zeit auf dem Niveau zu belassen. Hinweise dazu könnte es von den FED-Vertretern Harker, Bullard und Barkin geben, die für heute Reden geplant hätten. (12.01.2023/alc/a/a)




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