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Heute im Fokus: US-Beschäftigung und Servicestimmung


03.06.22 08:52
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Fokus liegt am Vormittag auf den EWU-Einkaufsmanagerindices des Dienstleistungsgewerbes, wobei zu beachten ist, dass die Vorabschätzungen in Deutschland, Frankreich und der Eurozone bereits mit Werten deutlich in der Wachstumszone ein solides Bild gezeichnet hatten, so die Analysten der Helaba.

Daher sei nicht davon auszugehen, dass die EZB-Zinserwartungen in nennenswertem Maße beeinflusst würden. Auch sei nicht mit einer Veränderung der Zinspolitik beim EZB-Ratstreffen in der nächsten Woche zu rechnen, aber doch die Vorbereitung für die Zinswende im kommenden Monat. Ob es im Juli ein Schritt um 25 oder 50 Basispunkte werde, dazu gebe es widersprüchliche Aussagen von Ratsmitgliedern. Erforderlich und wünschenswert? Ja. Wahrscheinlich? Aus der Historie der EZB, eher nein. So könnte man die Situation zusammenfassen.

In den USA seien die Zinserwartungen des Marktes und die Absichtserklärungen der FOMC-Mitglieder weitgehend deckungsgleich. Eine Erhöhung um 50 Basispunkte in diesem Monat und im Juli sei zu erwarten und auch darüber hinaus seien weitere Zinsschritte einzupreisen. Die jüngsten Konjunkturzahlen seien gemischt ausgefallen, insbesondere die gute Industriestimmung habe aber Sorgen vor einer Abschwächung verdrängt.

Arbeitsmarktbericht und ISM-Index des Nicht-Verarbeitenden Gewerbes würden die Zinserwartungen wohl nicht in Frage stellen. So deute der ADP-Report auf eine verlangsamte aber dennoch solide Beschäftigungsentwicklung hin und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe seien weiterhin mit einer niedrigen Arbeitslosenquote kompatibel. Jüngste Indikationen für die Service-Stimmung seien uneinheitlich, per saldo aber leicht schwächer ausgefallen, einen Einbruch werde es wohl nicht geben. (03.06.2022/alc/a/a)