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Heute im Fokus: US-Arbeitsmarktbericht


02.02.24 08:43
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die US-Notenbank hat in dieser Woche die Zinspolitik nicht verändert und auch einer schnellen Zinssenkung im März eine recht deutliche Absage erteilt, so die Analysten der Helaba.

Laut FED-Chef Powell sei es unwahrscheinlich, dass im März Bedingungen vorherrschen würden, die eine Zinssenkung als angemessen erscheinen lassen würden. Selbstverständlich habe sich die FED im Voraus nicht festgelegt und so seien die eingehenden Wirtschaftsdaten weiterhin im Blick zu behalten.

Mit dem Arbeitsmarktbericht stehe heute wohl eine der prominentesten Veröffentlichungen im Kalender. Zwar sei die Arbeitsmarktentwicklung ein tendenziell nachlaufender Indikator, gerade jetzt scheine sie aber ein wichtiger Baustein in der Entscheidungsfindung der Notenbanker zu sein, nicht nur in den USA, sondern auch in der Eurozone, wo unter anderem Christine Lagarde auf die Bedeutung der Lohnentwicklung für die EZB-Geldpolitik verwiesen habe.

Bezüglich der US-Lohnentwicklung gebe es verschiedene Perspektiven. Zuletzt habe der Beschäftigungsaufbau an Dynamik verloren, insgesamt sei die Arbeitsmarktlage aber weiterhin robust und die Arbeitslosenquote auf einem tiefen Niveau. Die Umfrage in der mittelständischen Wirtschaft offenbare zudem, dass die Unternehmen wieder vermehrt über Lohnerhöhungen nachdenken würden. Wenn die Unternehmen schon bereit dafür seien, würden die Arbeitnehmer wohl nicht Nein sagen. Das Risiko für die Lohnentwicklung sei mittelfristig daher aufwärtsgerichtet. Bei den heutigen Zahlen sei daher wohl nicht mit einem Rückgang zu rechnen.

Sollte zudem die Beschäftigungsentwicklung robust bleiben und die Arbeitslosenquote niedrig oder sogar nochmals nachgeben, wären die ungeachtet der jüngsten Korrektur ambitionierten Zinssenkungserwartungen kritisch zu hinterfragen. Weiterhin eskomptiere der Markt auf Sicht von zwölf Monaten sechs Zinssenkungen à 25 Basispunkte. (02.02.2024/alc/a/a)