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Heute im Fokus: US-Arbeitsmarktbericht


04.11.22 08:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die FED ist bestrebt, die Zinsen weiter zu erhöhen und die Inflationsraten zu reduzieren, so die Analysten der Helaba.

Zwar hätten die Notenbanker verlauten lassen, dass bisherige Zinserhöhungen, die Wirkungsverzögerungen geldpolitischer Entscheidungen sowie sich verändernde Perspektiven für Wachstum und Inflation zukünftig in die Entscheidungsfindung einfließen würden, laut FED-Chef Powell sei es aber viel zu früh, um über eine Pause im Zyklus zu diskutieren. Lediglich eine Verlangsamung der Zinserhöhungen bereits im Dezember oder Februar sei möglich.

Vor diesem Hintergrund gewinne insbesondere die Lage am US-amerikanischen Arbeitsmarkt an Bedeutung. Am Mittwoch habe Powell die Situation dort noch als sehr robust bezeichnet, was nahelege, dass höhere Zinsen als erforderlich angesehen würden.

An dem soliden Bild des Arbeitsmarktes werde sich heute wohl wenig ändern. Zwar lägen die Beschäftigungssubindices der ISM-Umfragen im Verarbeitenden und Nicht-Verarbeitenden Gewerbe an oder leicht unter der Expansionsschwelle, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe seien aber weiterhin auf einem tiefen Niveau. Ein moderates Plus der Beschäftigung von 200 Tsd. sollte daher nicht überraschen, zumal der ADP mit einem Plus von 239 Tsd. Stellen gegenüber September sogar Raum für etwas mehr Fantasie biete. Demzufolge sollte auch die Arbeitslosenquote ungeachtet eines möglichen Anstiegs niedrig bleiben, während die Stundenlöhne weiter zulegen würden. Allerdings dürfte hier die Jahresrate nachgeben, sodass die Zinserhöhungsängste nicht noch forciert werden sollten. (04.11.2022/alc/a/a)