Heute im Fokus: Stimmungsindikatoren und US-Inflation


12.02.24 08:42
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die neue Woche beginnt, wie die alte endete: Ohne relevante Datenveröffentlichungen, so die Analysten der Helaba.

Dies ändere sich aber spätestens morgen Vormittag, denn dann gebe es mit der ZEW-Umfrage einen wichtigen deutschen Frühindikator. Die Vorgaben vom ähnlich konzipierten sentix seien nicht besonders vielversprechend. Zwar sei die Erwartungskomponente auf europäischer Ebene deutlich gestiegen, die Erholung in Deutschland verlaufe aber nur schleppend und die sentix-Lagebeurteilung sei erneut gesunken. Immerhin sei der ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen bereits sechs Mal in Folge gestiegen und auch im Februar werde auf eine fortgesetzte, wenn auch kleine Erholung gesetzt. Die Lagebeurteilung weise aber ein sehr niedriges Niveau auf.

Deutschland stecke in einer Konjunkturflaute fest und vonseiten der Stimmungsindikatoren gebe es per saldo noch keine klaren Hinweise auf eine unmittelbare und starke Konjunkturbelebung. Ein ZEW-Anstieg würde aber die Perspektiven mittelfristig aufhellen.

Auch in den USA stünden im Wochenverlauf erste Stimmungsumfragen auf dem Programm. Hervorzuheben seien der Empire-State- und der Philadelphia-FED-Index. Ein Minus zeichne sich für die ebenfalls anstehenden Einzelhandelsumsätze ab und auch für die Industrieproduktion sollten die Erwartungen nicht zu hoch geschraubt werden.

Highlight der Woche seien aber zweifelsohne die Verbraucherpreise, die morgen am frühen Vormittag veröffentlicht würden. Der Disinflationstrend werde sich im Januar fortgesetzt haben und die Jahresteuerungsrate könnte unter die 3%-Marke rutschen. Die Kerninflation werde ebenfalls nachgeben, aber weiterhin klar oberhalb des FED-Ziels liegen. Schnelle und deutliche Zinssenkungen würden sich von den Zahlen vermutlich nicht ableiten lassen. Die US-Notenbank könne geduldig sein. Die Analysten würden zur Jahresmitte mit einer ersten Zinssenkung rechnen. (12.02.2024/alc/a/a)