Heute im Fokus: Sinkende Benzinpreise heben Stimmung


16.09.22 08:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Inflations- und Zinssorgen sind in dieser Woche wieder größer geworden, so die Analysten der Helaba.

Vertreter der US-Notenbank hätten in den letzten Wochen und Monaten immer wieder gezeigt, dass großer Konsens darin bestehe, weitere Leitzinserhöhungen vorzunehmen, bis der Job erledigt, die Inflation merklich rückläufig sei und sich dem Zielwert der FED nähere. Daher wundere es nicht, dass die Zinserwartungen steigen würden, wenn veröffentlichte Preiszahlen höher ausfallen würden als gedacht.

Mit Blick auf die FOMC-Sitzung in der kommenden Woche seien 75 BP mehr als eingepreist und der Zinsgipfel werde inzwischen bei etwa 4,4% gesehen, der zum Ende des ersten Quartals des nächsten Jahres erreicht werde. Eine Übersteuerung und Rezession werde vonseiten der FED womöglich in Kauf genommen, um der unerwünschten Preisdynamik entgegenzuwirken.

Zinserhöhungen würden dämpfend auf die Stimmung der Konsumenten wirken. In diesem Zusammenhang sei auf das heute anstehende Michigan Sentiment verwiesen. Die wohl wichtigste Verbraucherstimmung in den USA habe im Juni den tiefsten Stand seit Erhebung der Zeitreihe erreicht, habe sich seitdem aber etwas erholen können - wohl auch wegen der rückläufigen Benzinpreise. Obwohl die Inflationsentwicklung den letzten Daten zufolge breit angelegt sei, könnte sich die Stimmung auf dem niedrigen Niveau nochmals verbessern. So habe der wenig bekannte TIPP-Index im September deutlich zugelegt. (16.09.2022/alc/a/a)