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Heute im Fokus: Produktion, Umsätze und Stimmung


15.09.22 08:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In den letzten beiden Tagen haben die US-Inflationsraten auf der Verbraucher- und der Erzeugerebene zwar nachgelassen, die Werte lagen aber zumeist oberhalb der Erwartungen und ohnehin auf sehr hohem Niveau, so die Analysten der Helaba.

Damit einhergehend seien die Zinserhöhungserwartungen bezüglich der FED per saldo verstärkt worden. Inzwischen preise der Geldmarkt eine nicht geringe Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt um 100 Basispunkte in der kommenden Woche ein.

Die heute anstehenden Datenveröffentlichungen in den USA hätten nach Erachten der Analysten nicht das Potenzial, diese Erwartungshaltung der Marktteilnehmer nochmals zu forcieren. Eher scheine wieder etwas Ernüchterung einzutreten, denn sowohl die Einzelhandelsumsätze als auch die Industrieproduktion stünden unter ungünstigen Vorzeichen.

Bei letzterer sei vor allem der Rückgang der geleisteten Wochenarbeitsstunden zu nennen, der eine negative Indikation für die Monatsveränderung der Produktion liefere. Gegenüber der Konsensschätzung würden die Analysten Enttäuschungspotenzial für gegeben halten. Der Einzelhandel werde belastet durch einen sinkenden Pkw-Absatz und fallende Benzinpreise. Diese würden bei den Verbrauchern zwar entlastend wirken, da aber die Preissteigerungen in anderen Segmenten hoch ausgefallen seien, werde dies überkompensiert.

Darüber hinaus stünden Stimmungsbarometer des Verarbeitenden Gewerbes an. Während der Empire-State-Index in New York bereits im Vormonat eingebrochen sei und sich im negativen Terrain erholen sollte, werde in Philadelphia mit einem Rückgang oberhalb der Wachstumsschwelle gerechnet. Derweil sollten auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zulegen. (15.09.2022/alc/a/a)