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Heute im Fokus: Nervosität


20.06.22 08:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Nervosität an den Finanzmärkten ist nach den Turbulenzen der letzten Tage und Wochen weiterhin hoch, auch wenn es am Freitag zu einer kleinen Beruhigung gekommen ist, berichten die Analysten der Helaba.

Während sich die Notenbanken der Inflationsbekämpfung verschrieben hätten und deutlich gegensteuern würden, seien an den Finanzmärkten neben Zinssorgen auch konjunkturelle Risiken präsent. Dies trage zu einer Stabilisierung der Inflationserwartungen bei, sodass von dieser Seite der Druck auf die Notenbanken nicht noch größer werde. Bezüglich der konjunkturellen Aspekte sei darauf hingewiesen, dass es vonseiten der Unternehmensumfragen noch keine klaren Hinweise auf eine deutliche Abkühlung der wirtschaftlichen Dynamik gebe, wenngleich erste regionale Stimmungsumfragen in den USA enttäuscht hätten. Neue Informationen dazu hätten Einfluss auf die Zinserwartungen und würden mit Aufmerksamkeit verfolgt.

In dieser Woche stünden zunächst keine wichtigen Daten zur Veröffentlichung an. Am Donnerstag und Freitag werde es aber mit den vorläufigen Einkaufsmanagerindices in Deutschland und Frankreich sowie dem ifo-Geschäftsklimaindex interessant. Unternehmen würden von hohen Preisen, Lieferengpässen und einer getrübten Verbraucherstimmung belastet. Insofern könnte sich die Unternehmensstimmung allmählich trüben, wenngleich die PMIs noch weit im Expansionsbereich lägen. Die ZEW-Umfrage liefere eine negative Indikation. Diese sei in den letzten Monaten gefallen, habe zuletzt aber etwas zulegen können. (20.06.2022/alc/a/a)