Erweiterte Funktionen

Heute im Fokus: ISM-Industrieindex


04.01.23 08:51
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Marktteilnehmer haben sich in den letzten Tagen des Jahres 2022 darauf einstellen müssen, dass die Notenbanken im Kampf gegen die hohe Inflation noch weitere Zinserhöhungen beschließen werden, so die Analysten der Helaba.

Mit Blick auf die Europäische Zentralbank passe eine Vorfestlegung auf eine Serie von Zinserhöhungen aber nicht ins Bild, denn neben der Inflationsbekämpfung gelte es, auch konjunkturellen Aspekte im Blick zu behalten. Neue Informationen über die Preisentwicklung habe es gestern gegeben.

Die vorläufigen Verbraucherpreise in Deutschland hätten Hoffnungen bestärkt, dass die Inflation den Zenit überschritten habe. Es gelte aber zu berücksichtigen, dass der deutliche Rückgang der deutschen Teuerungsrate auf Sonderfaktoren zurückzuführen sei. Insbesondere die Gaspreisbremse mit der staatlichen Übernahme der Abschläge für Gaskunden im Dezember mache sich hier bemerkbar und so sei die Interpretation im Hinblick auf den unterliegenden Inflationsdruck erschwert und der Januarwert dürfte wieder kräftig steigen.

Der heutige Fokus gelte dem ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes. Regionale FED-Industrieumfragen, wie beispielsweise der Empire-State- oder der Philadelphia-FED-Index, würden auf einen erneuten Rückgang schließen lassen. Im Gegensatz dazu dürfte sich der Arbeitsmarktbericht, der am Freitag zur Veröffentlichung anstehe, noch als zu stark erweisen, um eine geldpolitische Entwarnung mit sich zu bringen. Auch in den USA werde es vermutlich noch weitere Zinsanhebungen geben. Darauf dürfte das heute anstehende FOMC-Protokoll ebenfalls hinweisen. (04.01.2023/alc/a/a)