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Heute im Fokus: ISM-Index des Servicesektors


05.02.24 08:32
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Auch nach den Notenbankentscheidungen der letzten beiden Wochen halten sich die Zinssenkungserwartungen beiderseits des Atlantiks auf hohem Niveau, so die Analysten der Helaba.

Zwar habe der starke Arbeitsmarktbericht in den USA für eine leichte Anpassung gesorgt, nachhaltig verändert habe sich das Bild aber noch nicht. Nach wie vor gebe es dabei auch schwache Konjunkturzahlen (z.B. jüngst der US-Pkw-Absatz) und dies unterstütze die Marktteilnehmer in ihrer Einschätzung zur Lockerung der Geldpolitik. Die Unruhe im US-Regionalbankensektor habe das Ihrige dazu beigetragen.

Vor diesem Hintergrund werde das Augenmerk heute auf die Stimmungsbarometer des Dienstleistungsgewerbes gelenkt. Den Auftakt hätten die asiatischen Länder mit per saldo soliden Entwicklungen gemacht. Die europäischen Werte am Vormittag würden wahrscheinlich nur noch wenig Nachhall finden, weil gegenüber den Vorabschätzungen in Frankreich, Deutschland und der Eurozone in der Regel keine weitreichenden Änderungen bekannt gegeben würden. Das senitx-Investorenvertrauen werde vermutlich keinen marktbewegenden Charakter haben, auch wenn es gute Hinweise auf die kommende ZEW-Umfrage liefere.

Am Nachmittag dominiere dann der ISM-Serviceindex aus den USA. Die Vorgaben vonseiten regionaler Stimmungswerte seien freundlich und so sollte ein Anstieg ins Kalkül gezogen werden. Der Index würde damit wieder etwas komfortabler im Wachstumsbereich liegen, wenngleich die Analysten gegenüber der Konsensschätzung kein positives Überraschungspotenzial ausmachen würden. Am Abend sei von Interesse, wie die US-Banken die Kreditvergabestandards (SLOOS) geändert hätten. Bereits im dritten Quartal habe die Dynamik der Straffungen nachgelassen. Eine Fortsetzung dessen könnte auch die mittelfristigen Konjunkturperspektiven verbessern. (05.02.2024/alc/a/a)