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Heute im Fokus: Einzelhandel und Industrie


15.03.23 08:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Zinserwartungen sind auf reduziertem Niveau erheblichen Schwankungen unterworfen, denn die Verunsicherung aufgrund der Bankenkrise ist auch am Tag drei hoch geblieben, so die Analysten der Helaba.

Hinzu komme die gespaltene konjunkturelle Lage mit unterschiedlichen Indikationen für den Inflationspfad. Zu nennen sei aktuell die Divergenz zwischen den robusten Indikatoren des Dienstleistungssektors auf der einen Seite und der getrübten Stimmungslage des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bau- und Immobiliensektors auf der anderen Seite.

Datenseitig richte sich das Interesse daher vor allem auf die erste Stimmungsumfrage im Verarbeitenden Gewerbe der USA. Schon seit einigen Monaten zeige sich die Industriestimmung gedrückt, nicht nur bei regionalen Erhebungen, sondern auch beim nationalen ISM-Index. Angesichts des weiterhin engen Arbeitsmarktes, der mit anhaltenden Lohnsteigerungen einhergehe, und der bis zuletzt vorhandenen Perspektive weiter steigender Zinsen dürfte sich die Stimmungslage kaum verbessern.

Beim heute anstehenden Empire-State-Index der FED in New York des laufenden Monats würden die Analysten eine leichte Eintrübung erwarten und die Konsensschätzung damit nicht für zu pessimistisch halten. Sollten die Kreditvergaberichtlinien wegen der aktuellen Bankenkrise zukünftig nochmals restriktiver werden, könnte die Stimmung in den kommenden Monaten zudem weiter nachgeben. Mit Interesse werde auch der Umsatz des US-Einzelhandels verfolgt. Nach dem kräftigen Januar-Plus, das auch der Erholung des Pkw-Absatzes geschuldet gewesen sei, dürfte sich Ernüchterung einstellen. Die Autohändler hätten von einem Minus von 7% berichtet, sodass ein Gesamt-Umsatzrückgang wahrscheinlich sei. (15.03.2023/alc/a/a)