Heute im Fokus: EWU-Inflationserwartungen


09.11.22 08:49
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Auszählung der Stimmen bei den Midterms in den USA laufen noch, so die Analysten der Helaba.

Die Republikaner könnten im Repräsentantenhaus Stimmen hinzugewinnen und im Senat gebe es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Damit scheine die von Ex-Präsident Trump ausgerufene "rote Welle" offenbar auszubleiben. Dennoch: Die zweite Hälfte der Amtszeit von Präsident Biden werde wohl schwieriger und neben der internationalen politischen Ausrichtung, insbesondere gegenüber Russland und China, sei von hohem Interesse, ob Trump demnächst seine Kandidatur für die Wahlen im Jahr 2024 ankündige.

Datenseitig sei der Kalender heute leergefegt und nur einzelne Notenbankvertreter in den USA und der Eurozone würden sich zu Wort melden. Diese dürften den Tenor wiederholen, dass angesichts der hohen Inflationsraten weitere Zinserhöhungen zu erwarten seien.

Dabei könnte aber zukünftig eine langsamere Gangart bevorzugt werden. Dies- und jenseits des Atlantiks sei dabei verstärkt auf die Datenabhängigkeit des Zinspfades verwiesen worden und in diesem Zusammenhang sei auf die Inflationserwartungen aufmerksam zu machen. Insbesondere bei der EZB sei immer wieder das Risiko einer Entankerung der Erwartungen thematisiert worden. Trotz der jüngst erfolgten Zinserhöhung seien die marktbasierten Erwartungen zuletzt gestiegen, die der Konsumenten aber bis Oktober gesunken. Damit werde deutlich, dass die Arbeit der EZB noch nicht getan sei, zumal das Hoch der Inflation zwar erwartet werde, in den Zahlen aber noch nicht sichtbar geworden sei. (09.11.2022/alc/a/a)