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FED reduziert Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im März


01.02.24 09:00
Carmignac Gestion

Luxemburg (www.anleihencheck.de) - Das Goldlöckchen-Szenario ist in vollem Gange, so Kevin Thozet, Mitglied des Investment Committees bei Carmignac.

Die US-Wirtschaft wachse um 3 Prozent, und das Narrativ einer makellosen Disinflation scheine sich zu bestätigen. Das Tempo der Disinflation sei schneller als erwartet - die Kombination aus Einwanderungsströmen und sich auflösenden Engpässen habe auf der Angebotsseite der Gleichung geholfen und die Deflation in China habe auf der Nachfrageseite unterstützt.

Die Kernrate der privaten Konsumausgaben und die Löhne lägen auf einem Niveau, das mit dem 2-Prozent-Ziel der FED übereinstimme, was bedeute, dass alle Signale auf Grün stünden, damit die FED bei Bedarf eine dovishere Politik einschlagen könne, da die derzeitigen Leitzinsen weit über dem neutralen Zinsniveau lägen.

Powell werde es wahrscheinlich vermeiden wollen, die Märkte zu sehr zu bewegen. Die FED reduziere die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im März. Stattdessen werde sich der FED-Chef an den Datenplan halten. Vor der nächsten 'Live'-Sitzung im März würden noch zwei Inflationsdaten sowie zwei Non-Farm-Payrolls-Veröffentlichungen erwartet.

Im weiteren Jahresverlauf werde sich die Frage stellen, wie weit und wie schnell die FED die Zinsen senken könne. Veränderungen in der Dynamik des Arbeitskräfteangebots, die Einwanderung als Wahlkampfthema, die Auswirkungen der Geopolitik auf die Rohstoffe, die Möglichkeit größerer chinesischer Stützungsmaßnahmen und niedrigere Zinssätze würden zwangsläufig zu einer Lockerung der finanziellen Bedingungen führen, die wiederum das Wirtschaftswachstum und die Inflation ankurbeln würden. Die weiche Landung der US-Wirtschaft sei jedoch vorerst ein realistisches Szenario, das die meisten verworfen hätten. (Ausgabe vom 31.01.2024) (01.02.2024/alc/a/a)