FED erhöht Leitzins und geht die Gefahr einer Rezession ein


22.09.22 14:30
Global X ETFs

New York (www.anleihencheck.de) - Die FED hat die Zinsen zum dritten Mal in Folge um 75 Basispunkte angehoben und damit den Leitzins auf eine Spanne von 3,00-3,25 Prozent erhöht, so Jon Maier, Chief Investment Officer bei Global X.

Hauptauslöser für die Anhebungen seien nach wie vor die anhaltende Inflation und ein robuster Arbeitsmarkt. Das Komitee habe an der gleichen aggressiven Botschaft festgehalten wie in Jackson Hole und bekräftigt habe, dass der Kurs der Zinserhöhungen auch bei Gefahr einer Rezession fortgesetzt werde. Außerdem werde die FED ihre Bilanz an Staatsanleihen weiter reduzieren. Mögliche Zinserhöhungen würden sich weiter in das Jahr 2023 verschieben und Zinssenkungen seien für 2024 möglich. Die langfristigen Zinserwartungen seien unverändert geblieben. Für 2022 und 2023 seien die Erwartungen für das reale BIP-Wachstum nach unten korrigiert worden, während sich die Inflationserwartungen nach oben verschoben hätten. Langfristig hätten sich die Prognosen jedoch kaum verändert und würden mehrheitlich im Bereich von 1,8 bis 1,9 Prozent bleiben. Zu den wesentlichen Bedenken gehöre nun die Angst vor einer Übertreibung. Da die FED die Leitzinsen anhebe, um die Wirtschaft abzukühlen, gebe es eine natürliche Verzögerung, bis sich die höheren Zinsen in der Wirtschaft durchsetzen würden. Die Hypothekenzinsen lägen jetzt bei über 6 Prozent und würden voraussichtlich noch weiter steigen, wodurch Aktien, Anleihen und reale Vermögenswerte weiter unter Druck geraten könnten. (22.09.2022/alc/a/a)