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Europäische Währungen leiden unter Zinsentscheidung


11.09.23 10:15
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Schlechtere Konjunkturaussichten in Europa relativ zu den USA und die Verstärkung der Meinung, dass das Zinsniveau in den USA doch über einen längeren Zeitraum hoch bleiben könnte, haben Ende letzter Woche dazu geführt, dass der EUR/USD-Kurs nach genau drei Monaten wieder unter 1,0700 gefallen ist, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Noch schlechter als der Euro hätten sich die Währungen Polens und Tschechiens entwickelt. In Polen sei für den sprunghaften Kursverlust des Polnischen Zloty (PLN) die unerwartet starke Zinssenkung durch die Zentralbank am Mittwoch verantwortlich gewesen. Dieser Schritt habe anscheinend auch das Vertrauen in die als falkenhafter geltende Tschechische Nationalbank untergraben - die Tschechische Krone (CZK) habe nach der Zinsentscheidung im Nachbarland plötzlich abgewertet (wenn auch weniger stark als der PLN).

Statt sich zu erholen, schwächele die CZK weiter - mit über 24,45 sei am Freitag im Interbankenhandel der höchste EUR/CZK Kurs seit November 2022 erreicht worden. Von den zentraleuropäischen Währungen habe sich Ende letzter Woche am besten der Ungarische Forint (HUF) entwickelt - in Ungarn seien offensichtlich schon vorher einige Zinssenkungen in den Kursen eingepreist gewesen. (11.09.2023/alc/a/a)