Europa: EU-Verbraucherpreisinflation und UK-Budgeterklärung


14.11.22 11:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - In dieser Woche dürften in Europa eindeutig die Zahlen zur Verbraucherpreisinflation im Mittelpunkt stehen, während im Vereinigten Königreich am 17. November die Herbsterklärung vor dem Parlament vorgestellt werden soll, so die Analysten von Postbank Research.

Was Letzteres betreffe, so habe sich der Spielraum für fiskal- und geldpolitische Maßnahmen zur Unterstützung der Volkswirtschaft nach den jüngsten Ereignissen verringert. Nach den Turbulenzen, die durch das Mini-Budget der Vorgängerregierung verursacht worden seien, dürfte der Haushaltsvorschlag von Finanzminister Jeremy Hunt genau geprüft werden, um zu beurteilen, ob die Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Finanzen geeignet seien. Die Erwartungen würden insgesamt von Steuererhöhungen in einer Größenordnung von 50 Mrd. GBP ausgehen. Die VPI-Jahresraten für Oktober in der EU und im Vereinigten Königreich, deren Veröffentlichung diese Woche auf der Agenda stehe, dürften voraussichtlich nahe am oder im zweistelligen Bereich bleiben und die Kreativität der geld- und fiskalpolitischen Entscheidungsträger weiterhin herausfordern, um das richtige Gleichgewicht zwischen Unterstützung und Mäßigung zu finden.

Die Marktteilnehmer dürften die VPI-Daten für Oktober in Europa und den Haushaltsvorschlag des Vereinigten Königreichs im Hinblick auf den Spielraum für künftige politische Maßnahmen genau unter die Lupe nehmen. (14.11.2022/alc/a/a)