EZB: Ziel bleibt eine Rückkehr der Inflationsrate von 2%


24.01.23 09:30
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - EZB-Präsidentin Christine Lagarde bekräftigte im Rahmen des Neujahrsempfangs der Deutschen Börse den Zinserhöhungskurs der Notenbank, berichten die Analysten der NORD/LB.

Die EZB werde vorerst nicht von ihrem Kurs abrücken. Die Zinsen müssten noch erheblich in stetigem Tempo steigen, um ein hinreichend restriktives Niveau zu erreichen. Hierunter werde ein Niveau verstanden, welches die Volkswirtschaft bremse. Ziel bleibe eine Rückkehr der Inflationsrate auf das Ziel von 2%.

"Der nächste Winter bereitet mir Sorgen", so habe sich der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA) zitieren lassen. Drei Faktoren, nämlich kein russisches Gas, Chinas Comeback als Importeur sowie wenig Angebotszuwachs, würden aus seiner Sicht den Winter 2023/24 zur Herausforderung werden lassen. Europa müsse seinen Gasverbrauch weiter senken.

Heute werde eine ganze Reihe an Veröffentlichungen von Stimmungsumfragen auf die Finanzmärkte einprasseln - es sei der Tag der von S&P erhobenen Einkaufsmanagerindices (ehemals von MNI Markit). Die Bekanntgabe dieser global in über 25 Ländern erhobenen PMIs starte in Europa mit Frankreich und Deutschland, bis es bereits um 10:00 Uhr einen vorläufigen Umfragewert für Euroland gebe. Großbritanniens PMI folge 30 Minuten später und am Nachmittag um 15:45 Uhr bilde der PMI aus den USA den Abschluss in dieser Folge. Ergebnisse aus vielen anderen Ländern würden erst im Laufe der nächsten Woche bekannt gegeben. Für die heute anstehenden Länder scheine sich aber offenbar der ganz große Pessimismus zurückzubilden, denn es werde überwiegend mit leicht steigenden Umfragewerten gerechnet - welche dennoch markant unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten liegen werden sollten. Rückläufige Energiepreise würden aber die ganz großen Konjunktursorgen bereits deutlich verringern.

Deutsche Staatsanleihen seien mit leichten Verlusten in die Woche gestartet. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei um 0,22% gefallen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sei auf 2,21% gestiegen. Der US-Rentenmarkt habe sich diesem Bild angeschlossen. Zehnjährige Staatspapiere hätten bei 3,53% rentiert. (24.01.2023/alc/a/a)






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DE0009652644 965264 171,66 132,96