EZB-Umfrage: Verbraucher erwarten kurzfristig eine geringere Inflation


07.02.24 12:30
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Einer EZB-Umfrage zufolge erwarten die Verbraucher in der Euro-Zone kurzfristig eine geringere Inflation, so die Analysten der Nord LB.

Im Median würden die Verbraucher innerhalb der nächsten zwölf Monate eine Teuerungsrate von 3,2% antizipieren. Noch in 11/23 seien 3,5% vorausgesagt worden. Für die nächsten drei Jahre erwarte man eine Teuerung von 2,5%.

Die Ergebnisse der EZB-Umfrage seien Wasser auf die Mühlen von Spaniens Notenbankchef Hernández de Cos. Laut de Cos werde der nächste geldpolit. Schritt eine Zinssenkung sein: "Es ist bereits sehr wichtig für die europ. Bürger zu wissen, …, dass der nächste Schritt eine Senkung sein wird".

Trotz Schaltjahr und einem zusätzlichen Arbeitstag im Februar werde es für die deutsche Wirtschaft keinen konjunkturellen Rückenwind geben. Wie das Statistische Bundesamt mitgeteilt habe, gebe es in 2024 bundesweit durchschn. 248,8 Arbeitstage. Aufgrund von unglücklich verteilten Feiertagen würden in 2024 0,6 Arbeits tage weniger anfallen (als 2023). Zur Information - es gelte folgende Faustregel: Ein zusätzlicher Arbeitstag bedeute im Schnitt einen Anstieg des BIP um etwa 0,1 Prozentpunkte.

Tagesausblick: Nach den jüngsten Anmerkungen von FED-Chef Jerome Powell, die den globalen Rentenmarkt offenkundig doch nachhaltiger in Bewegung versetzt hätten, würden Reden von US-Notenbankern ganz eindeutig im Fokus der Finanzmärkte bleiben. Heute werde in diesem Kontext wohl vor allem auf die Worte von Tom Barkin, dem Präsidenten der Richmond FED, zu achten sein, der ei nen Vortrag beim Economic Club of Washington halte und sich zu Fragen der zukünftigen Entwicklung der US-Wirtschaft äußern werde. Daneben sollte noch auf die Zahlen zur deutschen Industrieproduktion und zur US-Handelsbilanz zu achten sein.

Der seit letztem Freitag anhaltende Ausverkauf bei amerik. Staatsanleihen habe am Dienstag ein Ende gefunden. Wiederaufflammende Sorgen über die Gesundheit von US-Regionalbanken hätten nachfrageunterstützend bei Safe Haven Assets gewirkt. Innerhalb von zwei Handelstagen hätten die Renditen 10-jähriger US-Treasuries nunmehr zuerst um 28 Basispunkte (Bp) zugelegt (dies korrespondiere mit der stärksten Bewegung innerhalb von zwei Tagen seit Juni 2022); gestern sei es dann 6 Bp retour gegangen. Während europ. Benchmark Anleihen den Renditeanstieg bis einschließlich Montag im Tandem zu ihren amerik. Pendants imitiert hätten, sei es auch hier zu einer Richtungsumkehr gekommen. Auslöser seien unerwartet starke Auftragszuwächse in der dt. Industrie gewesen (größter Zuwachs seit dreieinhalb Jahren). Marktbeobachter hätten mit einer Stagnation gerechnet. Der dt. Leitindex habe im Tagesverlauf dann sogar die 17.000er-Marke übersprungen und auf einem neuen Rekordhoch geschlossen. Nach dem zum Wochenstart die Börse in Shanghai auf ein Fünf-Jahres Tief gefallen war, zeigen sich hier auch verstärkte Bemühungen der Regierung den Kursverfall zu stoppen, so die Analysten der Nord LB. (07.02.2024/alc/a/a)






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