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EZB: Einlagensatz von 2,25% für Mitte nächsten Jahres erwartet


16.09.22 09:45
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Mit einer Leitzinserhöhung um 75 Basispunkte bei ihrer Ratssitzung am 8. September hat die EZB die Anpassung ihrer Geldpolitik nicht nur weiter beschleunigt, so die Analysten der DekaBank.

Sie habe auch in Aussicht gestellt, die Straffung selbst in einem schwächeren wirtschaftlichen Umfeld fortzusetzen und dabei möglicherweise bis in den restriktiven Bereich vorzudringen. Es gehe den Notenbankern vornehmlich um die Signalwirkung, mit der sie einer Zunahme der langfristigen Inflationserwartungen und einem zu starken Anstieg der Löhne entgegenwirken möchten.

Die Analysten der DekaBank würden deshalb für die Ratssitzungen im Oktober und Dezember mit erneut größeren Zinsschritten von jeweils 50 Basispunkten rechnen. Im Anschluss dürfte die EZB vor dem Hintergrund allmählich rückläufiger Inflationsraten das Tempo der Leitzinserhöhungen jedoch reduzieren. Für Mitte nächsten Jahres würden die Analysten der DekaBank nun einen Einlagensatz von 2,25% erwarten. Die heranrückenden Fälligkeiten der Langfristtender TLTRO-III und ein eventueller Abbau der Wertpapierbestände der EZB dürften sich erst deutlich später auf die €STR- und EURIBOR-Sätze auswirken. (Ausgabe September 2022) (16.09.2022/alc/a/a)