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EZB: Börsenspekulationen auf rasche Zinssenkungen gedämpft


20.11.23 09:05
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Vertreter einer straffen Geldpolitik innerhalb der EZB haben Börsenspekulationen auf rasche Zinssenkungen der Euro-Notenbank gedämpft, so die Analysten der Nord LB.

Bundesbank-Präsident Nagel halte es noch nicht einmal für ausgemacht, ob die EZB nach ihrer Serie von Zinsanhebungen bereits auf dem Zinsgipfel angelangt sei, wie er auf dem European Banking Congress gesagt habe.

Der Start in diese Woche falle datenseitig recht verhalten aus. Vermutlich sei die Veröffentlichung des letzten FOMC-Sitzungsprotokolls am Dienstagabend mit Implikationen für die FOMC-Sitzung am 13. Dezember schon das einzige Highlight. Sicherlich würden die Finanzmarktteilnehmenden dann auf die US-Auftragseingänge langlebiger Güter am Mittwoch schauen. Am Donnerstag und Freitag würden einige wichtige Umfrageergebnisse zu den Unternehmensstimmungen folgen: Zunächst kämen die Einkaufsmanagerindices von S&P aus den verschiedenen Ländern auf den Tisch, gefolgt von dem Wochenhighlight - dem deutschen ifo-Geschäftsklimaindex am Freitag.

Aufatmen: Die Ratingagentur Moody's habe Italiens Bonitätsnote bestätigt und einen weiteren Verbleib des Landes im anlagewürdigen Bereich in Aussicht gestellt. Bei der Überprüfung der Kreditwürdigkeit der drittgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone habe Moody's am Freitag die Einstufung "Baa3" unverändert gelassen und den Ausblick für künftige Bewertungen auf "stabil" von zuvor "negativ" angehoben. Wegen des bisher negativen Ausblicks sei an den Finanzmärkten und in der Politik befürchtet worden, Italiens Verbindlichkeiten würden mit einer Herabstufung der Note als Ramsch ("Non-Investment Grade") bewertet. Dies hätte Schockwellen an den Finanzmärkten in Europa und darüber hinaus auslösen können. (20.11.2023/alc/a/a)