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Deutschland: HVPI mit einer Jahresrate von 11,6% gestiegen


14.11.22 09:15
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Vorläufige deutsche Inflationsdaten für Oktober bestätigt: Nach Angaben von Destatis ist der HVPI mit einer Jahresrate von 11,6% (September: 10,9%) gestiegen, gegenüber dem Vormonat lag das Plus bei 1,1%, berichten die Analysten der NORD/LB.

Der nationale Verbraucherpreisindex habe sich gegenüber dem Vormonat um 0,9% erhöht, die Jahresrate habe 10,4% betragen.

China lockere seine strikten Covid-Maßnahmen und suche damit offensichtlich nach einem Ausweg aus der ruinösen strikten Null-Covid-Politik. Der Ständige Ausschuss des Politbüros des Landes habe eine Reihe neuer Regeln zur "Optimierung und Anpassung" der Covid-Politik festgelegt, um deren Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum und das Leben der Menschen zu minimieren und die Grenzen des Landes für ausländische Besucher weiter zu öffnen, habe die nationale Gesundheitskommission mitgeteilt. Unter anderem seien Quarantäne-Regeln für ausländische Passagiere gelockert, zu Hause der Kreis der engen Kontaktpersonen, die isoliert und massenhaft getestet werden müssten, reduziert und die Einschränkung der Bewegungsfreiheit abgemildert worden.

Die EU-Kommission habe ihre Wachstumsprognose für den Euroraum für das laufende Jahr (+3,2%, bisher: +2,6%) angehoben und rechne nicht damit, dass die Wirtschaft 2023 in eine Rezession fallen werde (+0,3%, nach +1,4%). Die Inflation werde 2022 bei 8,5% (7,6%), 2023 bei 6,1% (4,0%) und 2024 bei 2,6% gesehen.

In dieser letzten "Noch-Nicht-WM-Woche" vor Weihnachten gelte es, die Konzentration auf die entscheidenden Highlights zu lenken, die die Finanzmärkte so beschäftigen würden. Dazu würden am Dienstag die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen und der New Yorker Empire State Survey, am Mittwoch die US-Einzelhandelsumsätze, die US-Industrieproduktion und der NAHB-Immobilienindex sowie der Philadelphia-Index (Do.) gehören. Die Zuwächse bei den Unterkomponenten zum deutschen sentix würden erwarten lassen, dass auch die Zahlen vom ZEW nach den Einbrüchen nun im November moderat höher ausgefallen sein würden - aber nichtsdestotrotz sehr niedrig bleiben würden. Einen ordentlichen Schwung dürften die US-Einzelhandelsumsätze durch die Fahrzeugabsätze erfahren haben, die US-Industrieproduktion dürfte mehr oder weniger stagniert und der NAHB-Wohnungsmarktindex werde vermutlich seine Talfahrt fortgesetzt haben. Die regionalen Unternehmensumfragen aus New York und Philadelphia dürften etwas zulegen können, aber im Negativbereich verharren. Tja, und dann schon beginne am 20. November die WM.

Gewinnmitnahmen hätten dafür gesorgt, dass deutsche Staatsanleihen einen Großteil der kräftigen Vortagesgewinne eingebüßt hätten. Nach den deutlichen Vortagesgewinnen hätten die Kurse der US-Treasuries leichte Gewinnmitnahmen hinnehmen müssen. (14.11.2022/alc/a/a)