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Deutsche Staatsanleihen unter Druck


10.01.23 09:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Deutsche Staatsanleihen gerieten zum Wochenstart unter Druck, so die Analysten der Nord LB.

Hintergrund: Die veröffentlichten Konjunkturdaten seien solide ausgefallen. So habe die deutsche Industrie ihren schwachen Auftakt ins Schlussquartal etwas ausgleichen können. Zudem habe sich die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone den dritten Monat in Folge aufgehellt. Der vom Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindikator sei etwas stärker als erwartet gestiegen und habe den höchsten Stand seit Juni 2022 erreicht.

US-Treasuries hätten trotz Newsflaute nach nur wenig bewegten Notierungen im frühen Handel ihre Kursgewinne ausbauen können.

Die EZB rechne für die kommenden Quartale mit einem sehr starken Lohnwachstum im Euro-Raum. Dies hätten robuste Arbeitsmärkte widergespiegelt, die die Abkühlung der Wirtschaft bislang gut verkraftet hätten, habe die EZB mitgeteilt. Auch höhere Mindestlöhne und ein allgemeiner Aufholprozess der Löhne mit Blick auf die rasant gestiegene Inflation trügen dazu bei. Über die nahe Zukunft hinaus würden allerdings die erwartete Konjunkturabschwächung und entsprechende Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Perspektiven Abwärtsdruck auf die Löhne ausüben. (10.01.2023/alc/a/a)