Erweiterte Funktionen

Deutsche Staatsanleihen profitieren von rückläufigen Erzeugerpreisen


22.11.22 08:30
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Deutsche Staatsanleihen profitierten von den erstmals seit zweieinhalb Jahren rückläufigen heimischen Erzeugerpreisen, so die Analysten der Nord LB.

Der Preisauftrieb bei den Erzeugerpreisen in Deutschland habe im Oktober überraschend stark nachgelassen. Nach Angaben von Destatis seien die Preise um 4,2% gegenüber dem Vormonat gefallen. Das sei der erste Preisrückgang seit Mai 2020. Volkswirte hätten sogar mit einem leichten Anstieg gerechnet. Im Jahresvergleich ergebe sich damit bei den Erzeugerpreisen ein Plus von 34,5%. Hauptverantwortlich für den Anstieg im Vorjahresvergleich seien weiterhin die hohen Energiepreise, die im Oktober im Durchschnitt 85,6% höher als im Vorjahresmonat gewesen seien.

Das Fehlen konjunktureller Impulse habe dem US-Staatsanleihenmarkt einen ruhigen Handelstag beschert.

Heute scheinen auf den Finanzmärkten nur wenig Impulse von der Seite der Konjunkturdaten ausgehen zu können: Bemerkenswerterweise sei damit zu rechnen, dass das europäische Verbrauchervertrauen - normalerweise ja ein Non-Event - bei der vorläufigen Bekanntgabe einen gewissen Hauch von Anstieg aufweisen könnte. Verharren werde der Indikator dennoch nahe des erst im September erreichten Allzeittiefs.

Nach dem unerwarteten (deutlichen) Sprung nach oben des New Yorker Empire State Survey und dem unerwarteten (deutlichen) Einbruch des Philadelphia FED könne heute der Richmond FED quasi als "dritter im Bunde" unter den regionalen Unternehmensumfragen in den USA eine weitere Tendenz anzeigen. Die Analysten würden einen marginalen Anstieg erwarten, doch darauf sollte man bei den zu beobachtbaren (deutlichen) Ausschlägen nicht zu viel setzen. (22.11.2022/alc/a/a)