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Deutsche Staatsanleihen erneut leichter


11.01.23 08:45
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Deutsche Staatsanleihen notierten erneut leichter, so die Analysten der Nord LB.

Seit Wochenbeginn hätten die Bundeswertpapiere somit einen Teil ihrer deutlichen Kursgewinne seit Jahresbeginn abgegeben. Für leichte Belastung hätten zuletzt Äußerungen der US-Notenbank gesorgt. Zwei ranghohe Zentralbanker hätten jüngst signalisiert, dass die FED ihren Kampf gegen die hohe Inflation fortsetzen werde und ihren Leitzins über die Marke von 5% anheben dürfte (aktuell 4,5%).

Die Kurse der US-Treasuries hätten gestern merklich nachgegeben. Marktteilnehmer hätten von einer Gegenbewegung gesprochen, nachdem die Rendite am Vortag auf den tiefsten Stand seit Mitte Dezember gesunken sei.

Es scheine, als würden sich die Finanzmärkte irgendwie recht mühsam durch die veröffentlichungsfreie Zeit dieser Tage quälen. Erst Morgen werde es mit der Bekanntgabe der US-Inflationszahlen datentechnisch wieder spannend - sogar richtig spannend. Von ihnen werde es unter anderem abhängen, ob und wie stark die Federal Reserve 2023 die Leitzinsen nochmals anhebe.

Angesichts der deutlich gefallenen Benzinpreise hätten die Analysten ihre Prognose für den Berichtsmonat Dezember auf einen minimalen Monatsrückgang um 0,1% M/M gesetzt, sodass die Jahresrate auf 6,6% fallen könne. Dagegen dürfte aber die Kernrate um 0,3% M/M bzw. auf 5,7% Y/Y anziehen. Der Rückgang in der Headline und der Anstieg in der Kernrate könnten je nach Standpunkt eine Leitzinsanpassung um 0Bp, 25Bp oder gar 50Bp rechtfertigen. Insofern dürfte auch nach dieser Veröffentlichung der für die nächste FOMC-Sitzung am 1. Februar anstehende "Drops noch nicht ganz gelutscht sein". (11.01.2023/alc/a/a)