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Deutsche Bundesanleihen nachgegeben


02.09.22 08:56
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Deutsche Bundesanleihen haben noch einmal nachgegeben, allerdings hat sich das Tempo dabei deutlich verlangsamt, so die Analysten der Nord LB.

US-Staatsanleihen hätten unter den besser als erwartet ausgefallenen heimischen Konjunkturdaten gelitten.

Heute sei quasi die zweitletzte Ausfahrt vor der am 21. Sept. stattfindenden FOMC-Sitzung: Die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichtes stehe an und diese Daten würden - wie dann auch noch die (CPI-)Inflationszahlen am 13. September - wohl die letzten wichtigen Hinweise geben können, ob die Zinsentscheidung auf eine Anhebung der FED Funds Target Rate von 50bp oder 75bp hinauslaufen werde.

Andere Konjunkturzahlen dürften allein gesehen kaum noch das Potenzial haben, den Zinsentscheid zu beeinträchtigen. Die neugeschaffenen Stellen würden die Analysten mit 250.000 halb so stark wie im Vormonat erwarten, aber zusammen mit einer vermutlich konstant niedrigen Arbeitslosenquote von 3,5% würde die Quintessenz des Berichts dann lauten, der Arbeitsmarkt bleibe robust. Die Stundenlöhne mit einem Zuwachs von 0,4% mom (5,2% yoy) würden ebenfalls den Druck auf die FED zum massiven Handeln aufrechterhalten. Die nach einer neuen Berechnungsmethode aufgesetzte ADP-Beschäftigungsänderung habe ein mageres Plus von 132.000 ergeben, doch die Vorhersagefähigkeit dieses Indikators müsse erst noch unter Beweis gestellt werden. (02.09.2022/alc/a/a)