Deutsche Bundesanleihen durch Inflationsdaten im Euro-Raum belastet


01.08.22 09:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Überraschend negative Inflationsdaten im Euro-Raum und insgesamt stärker als erwartet ausgefallene Wachstumsraten belasteten die Kurse deutscher Bundesanleihen, so die Analysten der Nord LB.

US-Staatsanleihen hätten nach anfänglichen Verlusten ins Plus drehen können. Grund dafür sei die gute Stimmung an den Börsen gewesen.

Der Inflationsdruck im Euroraum sei im Juli unerwartet gestiegen. Die jährliche Teuerungsrate sei auf 8,9% von 8,6% im Vormonat gestiegen, wie Eurostat mitgeteilt habe. Preistreiber sei erneut Energie gewesen, die um 39,7% teurer geworden sei. Aber auch die Preise für Lebensmittel, Alkohol und Tabak seien mit 9,8% überdurchschnittlich gestiegen. Die ohne die Preise von Energie, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak berechnete Kernrate sei auf 4,0% (Schätzung: 3,8%) von 3,7% geklettert. Binnen Monatsfrist seien die Preise in der Gesamtrate um 0,1% gestiegen, in der Kernrate habe sich ein Rückgang um 0,2% ergeben. Die Zahlen würden den Druck auf die EZB verfestigen, auf ihrer Septembersitzung tätig zu werden und die Leitzinsen weiter anzuheben. (01.08.2022/alc/a/a)




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