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Deutsche Bundesanleihen: Ruhiger Handel


03.11.22 09:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Vor der FED-Zinsentscheidung blieb es am Markt für deutsche Bundesanleihen weitgehend bei einem ruhigen Handel, so die Analysten der Nord LB.

US-Staatsanleihen hätten nach der Entscheidung der FED, die Leitzinsen um weitere 0,75% anzuheben, etwas nachgegeben.

Der gestrigen FOMC-Sitzung folge heute die Zinsentscheidung der Bank of England als Highlight des Tages für die Finanzmärkte. Nach den "Chaos-Tagen" in London habe sich die Lage mit dem neuen britischen Premierminister ja etwas beruhigt und die BoE könne wieder verstärkt auf die Solidität der britischen Finanzpolitik bauen. Immerhin dürfe sich die Notenbank auf die Bekämpfung der Inflation konzentrieren und diese sei mit knapp über 10% weiterhin viel zu hoch.

Insofern würden die Analysten von einer deutlichen Zinsanhebung um 75 BP auf dann 3,00% ausgehen. Das sei auch die vorherrschende Meinung auf den Finanzmärkten, wenngleich nach Erachten der Analysten auch 50Bp gut denkbar seien. Für die schwächelnde Konjunktur sei ein "Jumbo-Zinsschritt" jedenfalls nicht unterstützend, aber die Inflation zu dämpfen scheine jetzt Notenbankziel "Number One" zu sein.

Am Nachmittag werde dann noch der ISM Services PMI aus den USA von Marktinteresse sein: Ausgehend von beeindruckend hohen 56,7 Punkten würden die Analysten von einem nur moderaten Rückgang auf 55,5 Punkte ausgehen. (03.11.2022/alc/a/a)