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Deutsche Bundesanleihen: Gewinne ausgebaut


01.02.24 10:15
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Deutsche Bundesanleihen profitierten vom nachlassenden Inflationsdruck und bauten Gewinne aus, so die Analysten der Nord LB.

Die amerikanische Notenbank FED habe die Spanne für ihren geldpolitischen Schlüsselsatz (wie mehrheitlich erwartet) konstant bei 5,25 bis 5,50% gelassen. Gleichzeitig habe FED-Chef Powell einer Zinssenkung im März eine Quasi-Absage erteilt, er halte dies für "nicht wahrscheinlich".

Laut erster Schätzung des Statistischen Bundesamtes sei die Inflation in Deutschland im Januar y/y auf 2,9% (Dezember 3,7%) und damit auf den tiefsten Stand seit Juni 2021 gefallen. Maßgeblich für die Entwicklung seien sinkende Energiepreise gewesen, die im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,8% nachgegeben hätten. Preistreiber seien Nahrungsmittel geblieben (y/y +3,8% und Dienstleistungen (y/y +3,4%). Die Kerninflation (ohne Energie- und Lebensmittelpreise) habe leicht von 3,5% auf 3,4% nachgegeben.

Der chinesische Caixin Manufacturing PMI mache heute den Tagesauftakt und indiziere die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Land der Mitte. Es werde danach aber nicht langweilig, denn in Europa stünden ebenfalls einige Veröffentlichungen an. So würden am späten Vormittag zunächst wichtige Daten für die Eurozone bekannt gegeben, allen voran eine Schnellschätzung zur aktuellen Inflation.

Fast auf dem Fuße folge eine Rede vom EZB-Chefvolkswirt Lane in Rom. Eins der Highlights des Tages dürfte jedoch die Zinsentscheidung der Bank of England darstellen. Die Analysten würden davon ausgehen, dass das MPC die Bank Rate weiterhin belasse, wo sie sei. Von aggressiven Zinssenkungsfantasien könne im Vereinigten Königreich beileibe nicht die Rede sein. Bei den letzten Abstimmungen habe das Lager der Falken stets eine nicht unwichtige Größe gestellt. Abgerundet werde der Tag mit Zahlen aus den USA - die jüngsten Daten des ISM PMI würden für den Berichtsmonat Januar veröffentlicht. (01.02.2024/alc/a/a)