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China: Der stärkste Rückgang der Verbraucherpreise seit September 2009


09.02.24 09:21
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Verbraucherpreise in China sind im Januar den vierten Monat in Folge gefallen, berichten die Analysten der NORD/LB.

Der Rückgang um 0,8% sei der stärkste seit September 2009 gewesen. Damit steige die Sorge vor einer konjunkturschädlichen Deflationsspirale. Denn wenn sich die Verbraucher in der Erwartung weiter sinkender Preise dauerhaft zurückhalten würden, werde die gesamte Wirtschaft belastet.

Die Fahrleistung mautpflichtiger Lkw mit mindestens vier Achsen auf Bundesautobahnen habe im Januar 2024 gegenüber dem Vormonat Dezember 2023 kalender- und saisonbereinigt um 2,4% zugelegt. Allerdings habe der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex kalenderbereinigt um 1,6% unter dem Vorjahresmonat Januar 2023 gelegen. Der Index gelte als wichtiger Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung der Industrie.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sei in der vergangenen Woche auf 218.000 (Vorwoche revidiert 227.000) gesunken. Analysten hätten im Konsens (Reuters) mit 220.000 Anträgen gerechnet. Der Vier-Wochen-Durchschnitt sei auf 212.250 gestiegen. Als kritischer Wert, ab dem eine negative Trendwende am Arbeitsmarkt signalisiert werde, gelte die Zahl von 270.000 Erstanträgen.

Auch heute steht uns wieder ein veröffentlichungsarmer Tag bevor, so die Analysten der NORD/LB. Aus den USA würden keine wichtigen Daten erwartet, auch aus der Eurozone gebe es nichts Berichtenswertes, bis auf Deutschland. Hier werde das Statistische Bundesamt Zahlen zur Inflation veröffentlichen, allerdings finale Zahlen. Erwartet werde wie immer eine Bestätigung der bereits bekannten vorläufigen Schätzungen; danach habe die Teuerungsrate auf Jahressicht 2,9% betragen.

Deutsche Bundesanleihen hätten genauso wie US-amerikanische Papiere ruhig und impulslos gehandelt. (09.02.2024/alc/a/a)