BoE rechnet mit Inflation im zweistelligen Bereich


10.06.22 09:43
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Brexit, Corona, Lieferkettenprobleme, Ukraine und ein partywütiger Premierminister. Das sind zu viele Baustellen für das Britische Pfund und auch der Grund für die gegenwärtige Kursbewegung in EUR/GBP auf fast 0,8600, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Die Aussicht auf höhere Zinsen bewahre das Pfund vor größeren Verlusten. Die Bank of England habe bereits viermal den Leitzinssatz auf aktuell 1,00% angehoben. Die Inflation sei zuletzt auf 9,00% gestiegen. Die BoE selbst rechne selbst mit einer Inflation im zweistelligen Bereich. Diese Aussicht würde aggressivere Zinsschritte zulassen. Die anfangs erwähnten Faktoren würden der Notenbank allerdings die Entscheidung erschweren, sodass das Zinstempo sehr wahrscheinlich "nur" bei 25 Punkten pro Sitzung ausfallen werde.

Charttechnisch gelte es die Marke bei 0,8600 bzw. bei 0,8710 zu überwinden. Würden diese Barrieren fallen, seien auch Kurse bis 0,9000 möglich. Aus Sicht eines Pfundverkäufers sei das Britische Pfund eine Währung mit mehr Risiken als Chancen. Absicherungen seien hier mittels einer Limitorder oder als Terminsicherung möglich. (10.06.2022/alc/a/a)




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