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Australien: Die Notenbank setzt auf Flexibilität


07.09.22 10:11
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Wie soll es anders sein, auch Australien kämpft mit steigender Inflation, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Zuletzt sei der Wert auf 6,1% gestiegen. Gestern habe die australische Notenbank (Reserve Bank of Australia, RBA) den Leitzins um 50 Punkte auf 3,25% angehoben. Für den Devisenmarkt zu zaghaft. Die australische Währung habe zum Euro verloren, als auch zum US-Dollar, an Wert. Die RBA habe sich zwar dem Kampf der Inflation gewidmet, was auch beim Notenbanker Treffen in Jackson Hole letzte Woche bestätigt worden sei, dennoch hätten die Australier auch ein Auge auf die Wirtschaft. Die Arbeitslosenrate sei mit 3,4% beispielsweise auf einem 48-jährigem Rekordtief. Durch die steigenden Energiekosten drohe eine Lohn-Preis-Spirale und es sei noch nicht absehbar, wie sich der Kaufkraftverlust auf die Wirtschaft auswirken werde. Aus diesem Grund werde die RBA zwar weiterhin die Zinsen anheben, aber bei Bedarf das Tempo drosseln, um die Wirtschaft nicht zu sehr zu belasten. Die Story für weitere Gewinne im australischen Dollar fehle damit. Ohne aggressive Zinspolitik, keine feste Währung. Punkt! Sehr wahrscheinlich, dass sich EUR/AUD im Bereich 1,4600 bis 1,5300 einpendele. (07.09.2022/alc/a/a)