Anleiherenditen - Inflationsentwicklung bestimmt den Kurs


21.06.22 10:36
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Als Reaktion darauf, dass die Inflation in den USA höher ausfiel als erwartet, haben die Renditen von Staatsanleihen zu Beginn der letzten Woche einen starken Aufwärtsschub erfahren, so die Analysten von Postbank Research.

Insbesondere die Renditen der kürzeren Laufzeiten seien deutlich angestiegen, denn sie hätten weitere Zinsschritte eingepreist, die erforderlich sein könnten, um die Inflation wieder in die Komfortzone der Zentralbank zu bringen. Infolgedessen habe die US-Renditekurve vorübergehend wieder eine Inversion gezeigt, was von einigen Marktteilnehmern als weiterer Indikator für eine bevorstehende Rezession betrachtet werde. In der Eurozone seien Anfang letzter Woche vor allem in den Peripherieländern die Anleiherenditen in die Höhe geschossen, hätten aber am Mittwoch wieder nachgegeben, als die EZB in einer Presseerklärung angekündigt habe, dass sie ein Instrument zur Bekämpfung der Fragmentierung entwickeln wolle. In Zukunft dürfte viel von den Inflationsraten und den jeweiligen Reaktionen der Zentralbanken abhängen. Sobald wir den Höhepunkt der Inflationsraten erreicht haben, könnten die Zentralbanker weniger aggressiv reagieren, was wahrscheinlich zu niedrigeren Anleiherenditen führen dürfte, so die Analysten von Postbank Research.

Die Renditen von Staatsanleihen dürften weiterhin von den Inflationsraten und den Reaktionen der Zentralbanken bestimmt werden. (Ausgabe vom 20.06.2022) (21.06.2022/alc/a/a)




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