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Angst vor der FED


15.09.22 12:30
Hamburg Commercial Bank

Hamburg (www.anleihencheck.de) - Bei vielen Investoren gab es die Hoffnung, dass sich die Aktienmärkte in den USA und hierzulande aus dem Bärenmarktterritorium (mehr als 20% Kursverlust vom zuletzt gesehenen Peak) befreit hätten, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank.

Nach dem massiven Kursrückschlag vom vergangenen Dienstag (13.09.) würden sich die Zweifel daran zurückmelden. In der Hauptsache stehe die Frage im Raum, wie aggressiv die US-Notenbank die Inflation bekämpfen werde, nachdem die Teuerungsrate im August höher ausgefallen sei, als die meisten Marktteilnehmer dies erwartet hätten. Für besondere Nervosität gesorgt habe, dass die Kernrate der Inflation (also ohne Energie und Lebensmittel) statt zu fallen gestiegen sei, zeige diese Rate doch am ehesten den tatsächlichen Preisdruck an. Mittlerweile werde daher auch diskutiert, ob die FED am 21.09. den Leitzins sogar um 100 BP anheben könnte, während zuvor die Mehrheit von 75 BP ausgegangen sei. Tatsächlich sei eine derart aggressive Gangart nicht vollkommen auszuschließen, da der US-Arbeitsmarkt immer noch einen sehr robusten Eindruck mache. (15.09.2022/alc/a/a)