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14.01.22 10:41
EZB: Erste Leitzinserhöhung im zweiten Halbjahr 2023 erwartet
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die EZB-Ratssitzung vom Dezember ließ den Wunsch eines Großteils der Notenbanker erkennen, die umfangreichen Anleihekäufe in absehbarer Zeit zu reduzieren, so die Analysten der DekaBank.

Nach dem voraussichtlichen Auslaufen des PEPP im März dürfte die EZB jedoch mindestens bis Ende des Jahres warten, ehe sie auch die Nettoanleihekäufe des APP vollkommen einstelle. Bis dahin sei eine Erhöhung der Leitzinsen nahezu ausgeschlossen. Jedoch dürfte die EZB nach Beendigung ihrer Nettowertpapierkäufe nicht mehr allzu lange mit dem ersten Zinsschritt warten, da das Risiko langfristig wieder zu niedriger Inflationsraten erheblich abgenommen habe.

Die Analysten würden die zweite Jahreshälfte 2023 daher für das wahrscheinlichste Zeitfenster für eine Anhebung des Einlagensatzes auf -0,25% halten, gefolgt von weiteren Erhöhungen in größeren zeitlichen Abständen. Angesichts der sehr hohen Überschussreserven sollte das Auslaufen der Wertpapierkäufe in den kommenden Monaten nur geringe Auswirkungen auf die Geldmarktsätze haben. Erst mit den beginnenden Leitzinserhöhungen dürfte sich ihr Anstieg beschleunigen.

Es werde die erste Leitzinserhöhung im zweiten Halbjahr 2023 prognostiziert. (Ausgabe vom 13.01.2022) (14.01.2022/alc/a/a)


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