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07.10.21 09:15
Deutsche Staatsanleihen nur wenig bewegt - US-Treasuries ins Plus gedreht
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Aufträge in der deutschen Industrie sind im August unerwartet stark eingebrochen, berichten die Analysten der NORD/LB.

Die Bestellungen seien um 7,7% gegenüber dem Vormonat nach unten gegangen, der größte Einbruch seit April 2020. Volkswirte seien lediglich von einem leichten Rückgang ausgegangen. Allerdings seien die Bestellungen in den Vormonaten Juli (+4,9%) und Juni (+4,6%) von kräftigen Anstiegen geprägt gewesen. Auch die Betriebsferien der Autobauer, die in den August gefallen seien, dürften ebenfalls zum Minus beigetragen haben. Gemessen am Februar 2020, dem letzten Vor-Corona-Monat, lägen die Aufträge noch immer um 8,5% höher. "Insgesamt lagen die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe immer noch auf hohem Niveau", habe das Bundeswirtschaftsministerium betont. Im Einzelnen habe es bei der Auslandsnachfrage ein Minus von 9,5% gegeben, die Inlandsnachfrage sei um 5,2% zurückgegangen.

Fachkräftemangel auf deutschen Baustellen: Laut einer Umfrage des ifo-Instituts hätten im Hochbau im September 33,5% (Aug.: 30,0%) der Betriebe Probleme bei der Suche nach Fachkräften angegeben, im Tiefbau habe die Quote sogar bei 37,9% gelegen (Aug.: 36,5%). "Neben Materialengpässen wird auch der Fachkräftemangel immer mehr zum Problem für die Bauwirtschaft. Und das bei vollen Auftragsbüchern", habe es vom ifo-Institut geheißen.

Deutsche Staatsanleihen hätten sich zur Wochenmitte per Saldo nur wenig bewegt. Während auf der einen Seite die steigenden Inflationserwartungen belastet hätten, hätten schwächer als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten für Entlastung gesorgt. US-Treasuries hätten im Handelsverlauf ins Plus gedreht. (07.10.2021/alc/a/a)


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