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13.09.21 10:30
Staatsanleihen: Keine Entwarnung zu geben
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die EZB hat mit ihren Beschlüssen am letzten Donnerstag für eine gewisse Beruhigung am Markt für Staatsanleihen gesorgt, so die Analysten der Helaba.

Dennoch seien am Freitag die Anschlusskäufe ausgeblieben und der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei daran gescheitert, den übergeordneten Abwärtsimpuls sowie die 55-Tagelinie zu überwinden. Von daher sei es verfrüht, auf weitere Kursgewinne zu setzen, zumal auch von fundamentaler Seite heute keine Impulse zu erwarten seien.

Emissionen am Primärmarkt gebe es heute nicht. Einzig die spanische Finanzagentur informiere darüber, wie hoch das Volumen der am Donnerstag anstehenden SPGB-Auktionen sein solle. Erweiterungen gebe es auch in Frankreich, wobei das mittel- und langfristige Laufzeitsegment bedient werde. Zudem gebe es OATs mit Inflationsschutz. Zusammen mit den Auktionen in den Niederlanden (DSL mit Fälligkeit 01/52) und Deutschland (Schatzanweisung) werde das Gesamtvolumen der EWU-Auktionen auf etwa 30 Mrd. EUR steigen. Mit angebotsbedingten Verspannungen sei aber nicht zu rechnen, denn es stünden umfangreiche Rückzahlungen auf dem Programm.

Wie oben bereits beschrieben, sei der kurzfristige, seit etwa drei Wochen währende Abwärtstrend des Bund-Futures intakt. Die Widerstandslinie habe ersten Tests standgehalten. Zudem habe die für den Mittelfristtrend entscheidende 55-Tagelinie, die heute bei 172,60 verlaufe, nicht überwunden werden können. Insofern sei der Ausblick noch getrübt, zumal auch vonseiten der quantitativen Indikatoren keine Entwarnung gegeben werden könne. (13.09.2021/alc/a/a)


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