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02.09.21 09:00
Anleihen-Barometer: Neue Metalcorp-Anleihe 2021/26 erhält volle Punktzahl - Anleihenews
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - In einem aktuellen Anleihen-Barometer wird die neue 8,50%-Anleihe 2021/26 (ISIN DE000A3KRAP3 / WKN A3KRAP) der Metalcorp Group S.A. - wie schon die früheren Anleihen des Unternehmens - von den Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG als "äußerst attraktiv" mit der bestmöglichen Anzahl von 5 KFM-Sternen eingestuft, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Das Geschäftsmodell überzeuge laut KFM-Analysten durch eine risikoaverse Strategie, einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und einem rentablen Geschäftsmodell mit stabilen Bilanzstruktur. Die Corona-Krise habe das allgemeine Umweltbewusstsein global deutlich verstärkt, sodass Unternehmen, die in diesem Bereich tätig seien, auf absehbare Zeit gute Rahmenbedingungen und politische/gesellschaftliche Unterstützung erhalten dürften, so die KFM-Anleiheexperten. In Verbindung mit der Rendite in Höhe von 8,21% p.a. (auf Kursbasis von 101,05% am 01.09.2021 an der Börse Frankfurt bei Berechnung bis Endfälligkeit am 28.06.2026) erhalte die Anleihe von den Analysten 5 von 5 möglichen Sternen.

Metalcorp-Anleihe 2021/26

ANLEIHE CHECK: Die Metalcorp-Anleihe 2021/26 werde jährlich mit 8,50% verzinst und habe ein platziertes Gesamtvolumen in Höhe von 250 Mio. Euro. Der jährliche Zinstermin sei der 28. Juni 2021, die Laufzeit ende am 28.06.2026. Die Anleihe sei besichert durch eine vollständige Verpfändung der Aktien der Metalcorp Group S.A. an einen Sicherheitstreuhänder. Die Stückelung der Anleihe betrage 1.000 Euro und sie notiere im Segment Quotation Board (Open Market) der Börse Frankfurt.

Anleihebedingungen: Vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten nach Wahl der Emittentin bestünden ab dem 28.06.2023 zu 104.25%, ab dem 28.06.2024 zu 102,125% und ab dem 28.06.2025 zu 100% des Nennbetrags. Ein Kündigungsrecht (Put-Option) seitens der Anleihegläubiger bestehe im Falle eines Kontrollwechsels zu 101,00%. Die Emittentin verpflichte sich des Weiteren zu einer Ausschüttungsbeschränkung von 50%, einer Begrenzung bei der Aufnahme einer künftigen Finanzschuld sowie der Einhaltung einer konsolidierten Eigenkapitalquote von 25% und der Aufrechterhaltung eines Mindestrating bei den Ratingagenturen Standard & Poor's, Fitch oder Moody's.

Geschäfts-Entwicklung 2020

Der Umsatz im Berichtsjahr von 402,689 Mio. Euro sei mit 123,745 Mio. Euro (30,7%) (Vorjahr: 228, 381 Mio. Euro; 42,2%) im Eisengeschäft und mit 278,944 Mio. Euro (69,3%) (Vorjahr: 312,623 Mio. Euro; 57,8%) im Nicht-Eisengeschäft erwirtschaftet worden. Daraus habe ein Vorsteuer-Ergebnis von 1,433 Mio. Euro (Rendite 1,2%) (Vorjahr: 1,891 Mio. Euro, Rendite 0,8%) im Eisen- und von 3,455 Mio. Euro (Rendite 1,2%) (Vorjahr: 7,637 Mio. Euro, Rendite 2,4%) im Nicht-Eisen-Geschäft generiert werden können.

Die Corona-Pandemie habe nur begrenzte (finanzielle) Auswirkungen auf das Unternehmen gehabt. Die Entwicklung sei, abgesehen von dem automobilen Stahlgeschäft in Deutschland, zufrieden stellend gewesen. Das risikoaverse Geschäftsmodell habe sich erneut als Strategie in sich verändernden Märkten bewährt.

Das Geschäftsmodell sei von folgenden Faktoren beeinflusst worden:

- Niedrigere Marktpreise
- Gesunkener Absatz im Automobilgeschäft in April und Mai 2020
- Aluminium-Produktion habe unter Plan gelegen
- Vertrieb von Rohmaterial sei hoch gewesen, Zink und Kupfer hätten über den Erwartungen gelegen
- Seit Juni sei eine signifikante Erholung des Marktes zu beobachten gewesen.

Die turbulenten und unsicheren Marktverhältnisse hätten sich überwiegend fortgesetzt. Metalcorp sehe sich als solides Unternehmen, das wichtige Güter für globale Märkte zur Verfügung stelle und sei zuversichtlich, dass dies so bleibe. Die kurzfristige Zuversicht in stabile globale Nachfrage hänge von mehreren Faktoren ab, vor allem dem störenden Einfluss des Coronavirus. Die Gruppe fokussiere sich weiterhin auf nachhaltiges Wachstum, werde weiterhin sondieren (z.B. ob durch besondere Umstände im Markt notleidende Vermögenswerte verfügbar würden) und Nischenmärkte entwickeln so wie bei den Eisen- und Nichteisen-Produkten.

Die Liquiditätssituation der Metalcorp Group mit Cash von 22,45 Mio. Euro werde von den Analysten als "gut" bezeichnet. Die lang- und kurzfristigen Bankverbindlichkeiten lägen im Plan und die Geschäftsbeziehungen mit den Banken würden gepflegt. Um die Vertriebsaktivitäten weiter auszubauen, würden mit aktuellen und neuen Bankpartnern der Gruppe zusätzliche Kapazitäten für Handelsfinanzierungen entwickelt. Für 2021 stünden keine besonderen Rückzahlungen an.

Entwicklung 2021 und Ausblick

Im ersten Halbjahr 2021 habe ein Umsatz von 303,585 Mio. Euro (+32,8% ggü. Vj-Zeitraum von 228,832 Mio. Euro) erwirtschaftet und daraus ein Ergebnis nach Steuern von 12,077 Mio. Euro (Vj-Zeitraum 4,094 Mio. Euro) generiert werden können, was einer Umsatzrendite von 3,98% (Vj-Zeitraum 1,79%) entspreche. Die Eigenkapitalquote sei von 29,82% auf 25,67% leicht gesunken, da das Fremdkapital mit 155,35 Mio. Euro stärker gestiegen sei als das Eigenkapital mit 23,78 Mio. Euro.

Trotz Corona und damit verbundenen Einschränkungen seien die Geschäfte laut KFM-Analyse erfolgreich gewesen und die Gruppe habe eine Volumensteigerung in allen Geschäftsbereichen erreicht. Im zweiten Kerngeschäft Aluminium habe die Gruppe die Vorgaben erreicht und arbeite im Drei-Schicht-Betrieb, während sich die Minen den Erwartungen entsprechend entwickeln würden und nach der Regen-Saison hohe Exporte realisiert werden könnten. Die Vertriebsaktivitäten würden sich erneut gut entwickeln, die Marktkonditionen würden sich verbessern und es ermöglichen, die Halbjahres-Vorgaben zu erreichen, unterstützt durch das erworbene Produktionsvermögen.

Metalcorp Group S.A.

Die Metalcorp Group S.A. sei ein internationaler und diversifizierter Metall- und Mineralienkonzern mit Produktionsstätten und Bergbauanlagen in Europa und Afrika. Die Gruppe vermarkte Metalle, Konzentrate und Erze aus eigenen Produktionsstätten sowie von langjährigen Abnahmepartnern über ein gut etabliertes Vertriebsnetz. Die Unternehmensgruppe kombiniere Produktions- und Verarbeitungsstandorte mit Vertriebsmaßnahmen, um kosteneffizient Metalle, Mineralien und fertige Produkte an internationale Kunden zu liefern. Sie betreibe ein nachhaltiges Geschäftsmodell mit Fokus auf Diversifikation, Kostenkontrolle und Risikovermeidung.

Die Vertriebsaktivitäten seien spezialisiert auf den Vertrieb von Metallen, Mineralien und Rohmaterialien. Das Unternehmen biete versicherte Folgeaufträge, um Preis- und Währungsrisiken zu vermeiden. Dabei ermögliche es seinen Kunden Zugänge zu internationalen Märkten durch ein bewährtes Verteilungsnetzwerk.

Das Geschäftsmodell der Metalcorp Group S.A bestehe im Wesentlichen aus den drei Bereichen:

- Aluminium (BAGR Berliner Aluminiumwerk, Stockach Aluminium)
- Basis-Metalle (Kupfer/Zink/Ferrochrome/Chrome/Stahl: Kupfer-Produktion von Cable Recycling Industries, Vertrieb von Steelcom Group und Tennant Metals Group)
- Rohmaterial (Bauxit-Vermögen in Guinea): Metalcorp habe in bedeutende Bauxitvorkommen (Grundlage für Aluminium) von über 500 Mio. Tonnen des westafrikanischen Staates Guinea investiert, der über die weltgrößte Lagerstätte dieses Rohstoffes verfüge.

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 01.09.2021) (02.09.2021/alc/n/a)


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