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02.09.21 09:15
Die US-Notenbank beginnt mit der vorsichtigen Abkehr vom bisherigen Kurs
Fürst Fugger Privatbank

Augsburg (www.anleihencheck.de) - Endlich ist es ausgesprochen: Die US-Notenbank wird schon im vierten Quartal das Volumen der Anleihekäufe drosseln und damit eine Abkehr von der ultra-lockeren Geldpolitik einläuten, so Christoph Mertens, Mitglied des Managementgremiums des FFPB Dividenden Select der Fürst Fugger Privatbank.

So habe es Jerome Powell, Chef der US-Notenbank FED, auf dem jährlichen Symposium der Zentralbanken in Jackson Hole verkündet. Das von einigen Marktteilnehmern im Vorfeld befürchtete Nachgeben der Aktienmärkte sei ausgefallen - im Gegenteil: Die Börsen hätten positiv auf die Rede reagiert und der S&P 500 habe sogar ein neues Allzeit-Hoch markiert.

Für Christoph Mertens, Mitglied des Managementgremiums des FFPB Dividenden Select der Fürst Fugger Privatbank, liege dies vor allem daran, dass die Verantwortlichen aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hätten: "Die FED hat klugerweise einen zu abrupten Kurswechsel vermieden und einer baldigen Leitzinserhöhung eine Quasi-Absage erteilt. Sie will auf jeden Fall die Zügel der Geldpolitik weiter fest in der Hand halten."

Außerdem habe Powell bei seiner Rede weitere Einschränkungen des Einstiegs in den Ausstieg kommuniziert. So wolle die Notenbank die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sowie die erneute Ausbreitung der Delta-Variante in den Vereinigten Staaten sehr genau im Auge behalten. Die erste Probe aufs Exempel stehe für Mertens bereits vor der Tür: "Am Freitag wird der US-Arbeitsmarktbericht vorgestellt. Sollte es hier zu einer deutlichen Verschlechterung kommen, wird die FED ihre Aussagen relativieren müssen."

In Summe hätten die Märkte jedoch das bekommen, was sie benötigten, meine Christoph Mertens: "Märkte lieben Planungssicherheit. Sie wissen nun, dass ihnen keine frühzeitige Leitzinserhöhung droht und dass sich die FED ihren Handlungsspielraum bewahrt." Sein Fazit daher: "Die Aktienmärkte zeigen sich weiter robust und haben sich recht gut mit den Notenbanken arrangiert." Zwar könne es bei den Anleiherenditen noch eine Weile auf und ab gehen, so würden aber kurzfristig auch neue Kaufchancen entstehen. Mertens blicke daher optimistisch nach vorne: "Um die Aktienkurse nachhaltig fallen zu lassen, ist anscheinend mehr nötig. Wahrscheinlich bräuchte es hierzu einen echten Rückgang der Konjunktur." (02.09.2021/alc/a/a)


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