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10.02.21 15:14
USA: Inflation als laues Lüftchen vor anstehendem (nur zwischenzeitlichem) Sturm
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die US-Konsumentenpreise zogen im Januar um 0,3% M/M an, sodass die Inflationsrate bei 1,4% stagnierte, so die Analysten der Nord LB.

Hätten die Preisdaten in 2020 keine Rolle gespielt, dürften sie in 2021 stärker beachtet werden: So würden die Analysten mit einem Anziehen der US-Inflationsrate im Verlauf des zweiten Quartal auf über 3% rechnen. Erhöhte Inflationserwartungen würden derzeit auch die US-Renditen höher treiben. Die Analysten möchten aber klar unterscheiden zwischen diesem kurz- und einem mittelfristigen Effekt: In der Tat seien statistische Basiseffekte im Frühjahr absehbar, die wie höhere Öl- und Benzinpreise und eine hoffentlich steigende Konsumnachfrage zu einem Preisanstieg beitragen würden. Das alles sollte im Sommer niemanden überraschen.

Mittelfristig jedoch würden die Analysten derzeit kursierende Inflationsängste für übertrieben halten. Denn die Pandemie werde Blessuren längerfristiger Art mit sich bringen, sodass die Erholungsphase gebremst ausfallen werde (sogenannte Hysterese). Eine akkomodierende FED-Geldpolitik bleibe noch länger notwendig. Das Szenario impliziere zwar perspektivisch steigende US-Renditen, aber aufgrund der abgeschwächten Konjunkturdynamik nur langsam. (10.02.2021/alc/a/a)


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