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05.02.21 09:30
EZB: Lager der Falken nicht stark genug, um geldpolitischen Ausstieg voranzutreiben
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Auch bei ihrer Ratssitzung im Januar machte die EZB nur vage Aussagen über ihren zukünftigen Kurs, so die Analysten der DekaBank.

Einerseits habe sie sich bereit gezeigt, bei Bedarf alle Instrumente anzupassen, einschließlich der Obergrenze des PEPP von 1.850 Mrd. Euro. Andererseits habe sie zu verstehen gegeben, in einem günstigen finanziellen Umfeld mit weniger Wertpapierkäufen auskommen zu wollen, und sogar angedeutet, den Stimulus zurückzufahren, falls sich der Inflationsausblick bessere.

Diese widersprüchlichen Signale führen wir zum Teil auf die erhöhte makroökonomische Unsicherheit zurück, zum Teil aber auch auf Meinungsverschiedenheiten im EZB-Rat, so die Analysten der DekaBank. Nach Erachten der Analysten der DekaBank sei das Lager der Falken nicht stark genug, um einen geldpolitischen Ausstieg voranzutreiben. Wohl aber dürfte es diesen Notenbankern gelingen, die Hürden für weitere Lockerungen sukzessive höher zu legen. Einzelne Kommentare, die die Möglichkeit einer weiteren Senkung des Einlagensatzes andeuten würden, würden die Analysten der DekaBank für Säbelrasseln im Hinblick auf den Wechselkurs des Euro halten, nicht aber für eine konkrete Absicht für die kommenden Ratssitzungen. (Ausgabe Februar 2021) (05.02.2021/alc/a/a)


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