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16.10.20 11:15
PALFINGER: Auswirkungen der COVID-19 Pandemie in sämtlichen Produktlinien spürbar
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - PALFINGER (ISIN AT0000758305/ WKN 919964) ist einer der international führenden Hersteller, innovativer Lifting Solutions die auf Nutzfahrzeugen, Schiffen und stationären Einrichtungen zum Einsatz kommen, so der Finanzanalyst Georg Zaccaria von der Raiffeisen Bank International AG (RBI) Wien.

Mit 36 Produktionsstandorten und über 5.000 Vertriebs- und Servicestützpunkten würden Umsätze in den Regionen EMEA (61% im GJ 19), NAM (23%), LATAM (5%) sowie APAC & CIS (11%) erwirtschaftet. Dabei würden Kunden aus unterschiedlichsten Industrien, wie beispielsweise der Bau- und Entsorgungswirtschaft, Infrastruktur, Transport & Logistik sowie Offshore und der Schifffahrt bedient. Das 1932 gegründete Familienunternehmen befinde sich per 31. Dezember 2019 zu rund 57% im Besitz der Familie Palfinger und notiere seit dem IPO im Jahr 1999 an der Wiener Börse. Mit Hauptsitz in Bergheim bei Salzburg (Österreich) beschäftige PALFINGER rund 11 Tsd. Mitarbeiter.

Die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie seien in sämtlichen Produktlinien spürbar gewesen. Vor diesem Hintergrund habe PALFINGER Umsätze im H1 20 in Höhe von EUR 730 Mio. erzielt, ein Rückgang im Jahresvergleich von -18%. Ergebnisseitig habe dem Rückgang durch Kurzarbeit und Kostensenkungsmaßnahmen etwas entgegengewirkt werden können, das EBITDA habe sich dennoch auf EUR 85 Mio. belaufen (-29% vs. H1 2019), resultierend in einer EBITDA-Marge von 11,6% (13,4% im H1 2019).

Der operative Cashflow habe u.a. aufgrund von Working Capital Effekten über dem H1 2019 (EUR 58 Mio.) in Höhe von EUR 66 Mio. gelegen. Unwesentliche Investitionen (Capex) seien verschoben worden, wodurch der Free Cashflow den Berechnungen der Analysten zufolge deutlich positiv gewesen sei (EUR 38 Mio.). Der Dividendenvorschlag sei von EUR 0,71/Aktie (im Februar 2020) auf EUR 0,35/Aktie reduziert worden. Für das GJ 2020 werde mit einem Umsatz von EUR 1,5 Mrd. gerechnet. Das langfristige Ziel, einen Umsatz in Höhe von EUR 2 Mrd. durch organisches Wachstum zu erreichen, bleibe aufrecht, sei jedoch auf 2024 (zuvor 2022) verschoben worden.

Per 30. Juni 2020 habe die Bruttoverschuldung bei EUR 572 Mio. gelegen. Zuletzt sei im Oktober 2018 ein Dualtranche Schuldscheindarlehen in EUR (EUR 80 Mio., fix und variabel, 5J/7J/8J/10J) und USD (USD 25 Mio., variabel, 5J) emittiert worden. Die finanziellen Covenants bei bestehenden Schuldschein- und Kreditverträgen würden zur Einhaltung einer Eigenkapitalquote von mind. 25% (30. Juni 2020: 39%) verpflichten. Abzüglich der liquiden Mittel ergebe sich eine Nettoverschuldung in Höhe von EUR 517 Mio., resultierend in einer Net Gearing Ratio von 83%, sowie einem Net Leverage von 2,7x. Darüber hinaus hätten per 31. Dezember 2019 Kreditlinien mit Restlaufzeiten von bis zu drei Jahren in Höhe von über EUR 120 Mio. bestanden. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Finanzverbindlichkeiten betrage per 30. Juni 2020 4,43 Jahre bei einer durchschnittlichen Verzinsung (exkl. Hedging Kosten) von 1,49%. (Ausgabe Oktober 2020) (16.10.2020/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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