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01.10.20 11:00
Australien: China gibt die Richtung vor
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie hat vor allem die wirtschaftliche Erholung in China einen erheblichen Einfluss auf die australische Volkswirtschaft, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Steige in China die Produktionsauslastung, sei Australien als Rohstoffversorger für Asien ein gefragter Partner. Der Bergbau samt Zulieferindustrie sei ein wichtiges Rückgrat in Down Under und zähle zu den größten Arbeitgebern. Ca. 25,00% des BIPs seien der Industrie zuzurechnen gefolgt von rund 65,00% aus dem Dienstleistungssektor. Die australische Notenbank (Reserve Bank of Australia, RBA) werde den Leitzins solange auf 0,25% belassen, bis sich der Arbeitsmarkt nachhaltig erholt habe und die Inflation im Bereich von 2,00% angekommen sei - beides Ziele, die noch 1 bis 2 Jahre Geduld erfordern würden.

In der Septembersitzung habe die RBA bereits signalisiert die Druckerpressen bei Bedarf anzuwerfen (wenn, dann werde sie nicht die einzige Notenbank sein, die dazu gezwungen sei). Bisher könne sich das Währungspaar EUR/AUD (Australischer Dollar) auf einem Niveau von 1,6500 halten. Es fehle allerdings auch die Fantasie für mehr Bewegung. Am wahrscheinlichsten sei derzeit, dass die Bandbreite 1,6200 bis 1,6600 für die nächsten Wochen Bestand haben werde. (01.10.2020/alc/a/a)


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