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20.05.20 09:45
CONSUS veräußert acht Entwicklungsprojekte mit einem GDV von EUR 2,0 Mrd. - Anleihenews
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Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Als Teil ihrer Strategie zum Schuldenabbau, gab die CONSUS Real Estate AG ("CONSUS") (ISIN DE000A2DA414/ WKN A2DA41) am 20. Mai 2020 einen weiteren wesentlichen Verkauf von Vermögenswerten bekannt. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung von CONSUS:

Der Gesamtbruttoentwicklungswert ("GDV") der in dieser Transaktion veräußerten Entwicklungsprojekte beträgt EUR 2,0 Mrd. Die Projekte wurden mit einer Prämie auf den Marktwert per 31. Dezember 2019 verkauft. Zum Verkaufspreis haben sich die Parteien zur Verschwiegenheit verpflichtet. Consus wird durch diese Transaktion seine Projektfinanzierungen um etwa EUR 390 Mio. reduzieren.

Andreas Steyer, CEO von CONSUS Real Estate, merkt an: "Diese weitere Transaktion hat gezeigt, dass die Entwicklungsprojekte der CONSUS auch unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Bedingungen mit einer Prämie auf ihren Marktwert veräußert werden können. Der Verkauf dieser Projekte ist ein wichtiger Meilenstein im Rahmen der Reduzierung des Volumens hochverzinslicher Projektfinanzierungen sowie der Senkung der durchschnittlichen Fremdkapitalkosten. Durch den Verkauf dieses Portfolios sowie der bereits vermeldeten Transaktion, konnte CONSUS die Nettoverschuldung um mehr als EUR 1 Mrd. reduzieren."

Beschleunigte Reduzierung des CONSUS Verschuldungsgrads

CONSUS hat acht Entwicklungsprojekte mit einem GDV von EUR 2,0 Mrd. an den Immobilienfonds Partners Immobilien Capital Management verkauft, der sich europaweit auf die Entwicklung von Immobilien zur Mischnutzung fokussiert. Dieser Upfront Sale wird die Projektfinanzierungen um rund EUR 390 Mio. reduzieren, wovon über EUR 210 Mio. auf hochverzinsliche Projektfinanzierungen entfallen. Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten werden pro-forma für beide Transaktionen von 7,8% auf unter 7,5% fallen. Diese Transaktion wird voraussichtlich, vorbehaltlich möglicher Anpassungen und Bedingungen im Rahmen des Closing, im 3. Quartal 2020 abgeschlossen. Zum Verkaufspreis haben sich die Parteien zur Verschwiegenheit verpflichtet. Mittelfristig soll ein Teil der Erlöse in neue Entwicklungsprojekte investiert werden.

Der Bruttobuchwert wird in einem ähnlichen Verhältnis wie das GDV sinken, was zu einer Netto-Gesamtreduzierung des LTV führt. Die Veräußerung wirkt sich positiv auf die Kennzahl Nettoverschuldung / bereinigtes EBITDA aus.

CONSUS Portfolio nach Veräußerungen

Durch die Veräußerung dieser Entwicklungsprojekte konzentriert sich das CONSUS Portfolio noch stärker auf die Entwicklung von Wohnimmobilien in den Top 9 Städten. Das veräußerte Projektportfolio besteht überwiegend aus Projekten mit einem hohen Anteil an gewerblichen Entwicklungen. Diese Projekte befinden sich in Bayreuth, Köln, Hamburg, München, Offenbach und Passau. CONSUS ist weiterhin davon überzeugt, dass sich deutsche Wohnimmobilien in den Top 9 Städten trotz der Coronavirus-Pandemie eine der robustesten Anlageklassen sind.

Nach dieser Veräußerung sowie der bereits bekannt gegebenen Transaktion wird sich der Anteil des CONSUS GDV innerhalb der Top 9 Städte von 86 % auf 99 % erhöht haben. Entsprechend der auf die Entwicklung von Wohnimmobilien ausgerichteten CONSUS Strategie dient diese Transaktion der weiteren Fokussierung durch die Erhöhung des Anteils der Wohnimmobilienentwicklungen auf 62 %.

Mit diesem Verkauf sowie der bereits vermeldeten Transaktion wird CONSUS im bisherigen Jahresverlauf Upfront Sales in Höhe von EUR 4,3 Mrd. erzielt haben und über ein verbleibendes Entwicklungsportfolio mit einem GDV von EUR 8,0 Mrd. verfügen. Der Anteil des verbleibenden Portfolios, das im Rahmen von Forward Sales verkauft wurde, unter LOI steht oder über Forward Sale verhandelt wird, wird deutlich auf 32% ansteigen, wodurch die Entwicklungs- und Geschäftsrisiken weiter reduziert werden. Alle acht veräußerten Entwicklungsprojekte befinden sich in der Entwicklung mit einem voraussichtlichen Baubeginn im Jahr 2021 oder 2022. Sechs der veräußerten Entwicklungsprojekte (Neuländer Quarree, Cologneo II, Covent Garden, Billwerder Neuer Deich, NY, Vitopia-Kampus Kaiserlei) gehörten zu den Top 25 Projekten der Gruppe.

Aussicht und Prognose

Der Verkauf eines weiteren Portfolios mit einem GDV von EUR 2,0 Mrd. unterstreicht den bestehenden Wert der CONSUS Entwicklungsprojekte im gegenwärtigen Marktumfeld. CONSUS hat das Ziel von Upfront Sales mit einem GDV von EUR 2 Mrd. in 2020 übererfüllt und wird dadurch die geplante Reduzierung der Verschuldung deutlich beschleunigen. CONSUS sieht weiterhin fortwährendes Interesse an seinen Entwicklungsprojekten, insbesondere in Bezug auf Upfront Sales.

CONSUS hält an seiner zuvor kommunizierten Prognose eines bereinigten EBITDA von ca. EUR 450 Mio. im Jahr 2020, einer bereinigten EBITDA-Marge von ca. 20% und einem mittelfristigen Ziel für die Nettoverschuldung / bereinigtes EBITDA von ca. 3x fest.

Zu diesem Zeitpunkt geht CONSUS nicht davon aus, dass die Coronavirus-Pandemie wesentliche Auswirkungen auf das Konzerngeschäft haben wird. Bestehende Forward Sale Vereinbarungen bleiben weitgehend unberührt; jedoch verzögern sich bestimmte Upfront Sales und neue Forward Sale Vereinbarungen teilweise, einschließlich der Möglichkeit diese Transaktionen wie ursprünglich angenommen, abzuschließen. Dies hängt im Wesentlichen vom Ausmaß der negativen Auswirkungen der Coronavirus Pandemie und dem Erfolg etwaiger Gegenmaßnahmen ab. Obwohl ein Risiko für die Vermögenspreise besteht, geht CONSUS weiterhin davon aus, dass sich deutsche Wohnimmobilien trotz der Coronavirus-Pandemie als eine der robustesten Anlageklassen erweisen werden. CONSUS wird weiterhin, entweder direkt oder aufgrund einer geringeren wirtschaftlichen Sichtbarkeit, alle potenziellen makroökonomischen und branchenbezogenen Auswirkungen sowie alle Auswirkungen auf das Geschäft der Gruppe bewerten und den Markt gegebenenfalls in Kenntnis setzen. (20.05.2020/alc/n/a)



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