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04.11.19 09:00
US-Staatsanleihen gesucht
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Am US-Staatsanleihemarkt stiegen die Renditen zunächst an, so die Experten von Union Investment.

Mit der FED-Entscheidung habe ab Mittwoch eine Trendumkehr eingesetzt. Die Zehnjahresrendite der US-Treasuries sei im Wochenverlauf um 15 Basispunkte auf zuletzt 1,69 Prozent gefallen. Im Vergleich zum Freitagsschluss habe sich die US-Zinskurve per Saldo nahezu parallel um acht bis zehn Basispunkte nach unten verschoben.

Im Euroraum habe sich - im Vorfeld des neuen Ankaufprogramms der EZB - unter geringen Schwankungen ebenfalls eine leicht freundliche Tendenz durchgesetzt. Die Renditen seien je nach Laufzeit um bis zu fünf Basispunkte (30 Jahre) zurückgegangen. Die Peripherie sei fast auf der Stelle getreten. Leicht abwärts gerichtet gewesen sei die Renditeentwicklung am griechischen Markt. Die Ratingagentur S&P habe am vergangenen Freitagabend die Kreditwürdigkeit Griechenlands um eine Stufe auf BB- mit positivem Ausblick heraufgestuft. Verbesserte Prognosen für das Wirtschaftswachstum, die Stabilisierung der öffentlichen Finanzen und eine günstige Struktur der Staatsverschuldung seien die angeführten Kriterien bezüglich der getroffenen Entscheidung gewesen. Griechische Zehnjahrespapiere hätten am Freitagmittag mit 1,16 Prozent rentiert.

Am europäischen Unternehmensanleihemarkt seien in der Berichtswoche vom 28. Oktober bis 1. November 2019 wieder verstärkt neue Papiere begeben. Die Neuemissionsprämien seien im Vorfeld des neuen EZB-Ankaufprogramms und einer hohen Nachfrage seitens der Anleger zumeist gering ausgefallen. Es seien verstärkt Titel mit längeren Laufzeiten platziert worden. Die Markttendenz sei insgesamt recht freundlich gewesen.

Dies habe auch für Anleihen aus den Schwellenländern gegolten. Deren Risikoprämien hätten auf Indexebene in der Berichtswoche stabil gelegen. In Euro oder US-Dollar notierende so genannte Hartwährungsanleihen hätten zuletzt weltweit Zuflüsse von rund 900 Millionen US-Dollar verbucht. Weltweit in den lokalen EM-Anleihemärkten investierenden Fonds seien sogar Mittel im Gegenwert von 1,1 Milliarden US-Dollar zugeflossen. Insgesamt hätten hiervon in erster Linie in EM-Staatsanleihen investierende Mandate profitiert. (Ausgabe vom 01.11.2019) (04.11.2019/alc/a/a)



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