thyssenkrupp erwartet Jahresüberschuss von 0,1 Mrd. EUR - Anleihenews


09.11.18 10:15
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die thyssenkrupp Steel Europe AG ist neben anderen Unternehmen und Verbänden der Stahlbranche Gegenstand laufender Ermittlungsverfahren des Bundeskartellamts zu mutmaßlichen Kartellabsprachen in der Vergangenheit betreffend die Produktgruppen Grobblech und Qualitätsflachstahl, so die thyssenkrupp AG (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) in einer aktuellen Ad hoc-Mitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Ad hoc-Mitteilung:

Im Verdacht der noch laufenden Verfahren stehen insbesondere Absprachen bei der Festlegung von Zu- und Aufschlägen bei Stahlpreisen. thyssenkrupp nimmt diese Angelegenheit sehr ernst und hat mit externer Unterstützung eine eigene interne Untersuchung der Vorgänge vorangetrieben. Nach derzeitiger Erkenntnislage können wir erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht ausschließen. Aufgrund neuer Entwicklungen im Ermittlungsverfahren hat sich thyssenkrupp entschieden, im Konzernabschluss Vorsorge durch Rückstellung zu treffen. Diese führt zu einem Jahresüberschuss unter Vorjahresniveau (für das Geschäftsjahr 2017/2018 werden 0,1 Mrd. EUR Jahresüberschuss erwartet, im Vorjahr waren es 271 Mio. EUR).

Außerdem hat sich thyssenkrupp entschlossen, für Risiken aufgrund von Qualitätsthemen im Geschäftsbereich Components Technology eine Risikovorsorge durch Rückstellung zu treffen. Dies führt zusammen mit Einschränkungen in Produktion und Versand im 4. Quartal bei Steel Europe und dem im 4. Quartal unter den Erwartungen liegenden Ergebnis bei Elevator Technology dazu, dass das Bereinigte EBIT 2017/2018 voraussichtlich bei 1,6 Mrd. EUR liegen wird.

Der Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2017/2018 wird wie geplant am 21. November 2018 veröffentlicht. (Ad hoc vom 08.11.2018) (09.11.2018/alc/n/a)