paragon: Zurückhaltung der OEM-Kunden drückt Umsatz bei Sensorik und Akustik - Anleihenews


13.08.19 12:58
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Die paragon GmbH & Co. KGaA (ISIN DE0005558696/ WKN 555869) passt ihre Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2019 an, so das Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemitteilung:

Wesentliche Gründe sind die zunehmende Marktschwäche in der Automobilindustrie und die korrigierte Jahresprognose der börsennotierten Tochtergesellschaft Voltabox. Im Automotive-Geschäft hat sich der veränderte Produktmix ungünstig auf die Profitabilität ausgewirkt. Bei Voltabox kommt es zu Umsatzverzögerungen im US-Geschäft und zu einer vorübergehenden Produktionsunterbrechung aufgrund der Umstellung eines wichtigen Zell-Lieferanten auf die neueste Technologie.

Im Bereich Automotive liegen die Umsätze der Produktsegmente Sensorik und Akustik trotz eines guten Jahresauftakts unter den ohnehin schon konservativen Planzahlen. Ursache ist der weiter zurückgehende Marktanteil eines wichtigen OEM-Kunden. Die Umsätze der Produktsegmente Cockpit und Karosserie-Kinematik liegen dagegen über Plan. Nach der Hochrechnung für das Gesamtjahr 2019 wird der Umsatz des Automotive-Geschäfts mit rund 130 Mio. Euro eher am oberen Ende der bisher geplanten Spanne von 115 Mio. Euro bis 135 Mio. Euro liegen.

Allerdings führt der veränderte Produktmix zu einer schwächeren Profitabilität. Das geht vor allem auf die im November 2017 erworbene HS Genion GmbH, heute Teil der paragon movasys GmbH, zurück. Hier führte der Anlauf neuer Produkte zu erheblichen Mehrkosten für Personal und Material. Die Abweichung gegenüber dem geplanten EBIT lag nach vorläufigen Zahlen im ersten Halbjahr bei 3,3 Mio. Euro. Die dadurch defizitäre paragon movasys GmbH hat bereits gezielte Maßnahmen ergriffen, um die Kosten zu senken. Unter anderem wurden Funktionen zusammengefasst, die bislang noch an den beiden Standorten Landsberg am Lech und Delbrück verteilt waren. Die Maßnahmen sollen bis Mitte 2020 abgeschlossen sein und der Tochtergesellschaft eine EBIT-Marge von 3 bis 4 Prozent ermöglichen.

Die einmaligen Kosten für die Konsolidierung und Integration neuer Tochterunternehmen werden das EBIT im laufenden Jahr mit weiteren 3,5 Mio. Euro belasten. Sie betreffen vor allem die in Realisierung befindliche Konzentration der Standorte für Entwicklung und Fertigung. So werden der Entwicklungsstandort Nürnberg und Fertigungslinien aus Neu-Ulm in den Standort Limbach integriert.

Insgesamt ist 2019 im Automotive-Bereich mit Sondereffekten von rund 7 Mio. Euro zu rechnen, die das unbereinigte EBIT auf eine Größenordnung von plus 3,5 Mio. Euro (ca. 3 Prozent EBIT-Marge) drücken werden. Das um diese Sondereffekte bereinigte EBIT wird bei gut 10 Mio. Euro liegen.

Die börsennotierte Tochtergesellschaft Voltabox hat ihre Umsatz- und Ertragsprognose für das Gesamtjahr gesenkt. Wesentliche Gründe sind die teilweise Verschiebung eines Großauftrags an die amerikanische Tochtergesellschaft Voltabox of Texas, Inc., in das Jahr 2020 und die Umstellung eines wichtigen Zell-Lieferanten auf die neueste Technologie.

Der 22 Millionen Dollar große Erstauftrag für die Voltabox of Texas, Inc., eines Kunden aus der Telekommunikationsbranche betrifft die Neukonzeption und Ausstattung von 5G-Mobilfunksendemasten. Da der Kunde unvorhergesehen kurz vor Beginn der Serienproduktion seine Produktspezifikation geändert hat, werden die Auslieferungen jetzt erst gegen Ende dieses Jahres beginnen. Für Voltabox bedeutet das den Einstieg in einen neuen, lukrativen Massenmarkt. Neben dem US-Geschäft erfordert bei Voltabox die technologische Umstellung eines wichtigen Lieferanten auf eine neue Zellgeneration eine Prognosekorrektur. Entgegen den ursprünglichen Erwartungen führt diese Umstellung bei Voltabox im zweiten Halbjahr 2019 zu einer Unterbrechung der Materialversorgung und damit zu einer mehrmonatigen Produktionsunterbrechung in Teilbereichen. Der temporäre Lieferausfall kann nur teilweise durch vorhandene Module ersetzt werden.

Für das Geschäftsjahr 2019 rechnet Voltabox nunmehr mit einem Konzernumsatz von 70 Mio. Euro bis 80 Mio. Euro statt der ursprünglich avisierten 105 Mio. Euro bis 115 Mio. Euro. Als EBIT-Marge prognostiziert das Unternehmen eine Spanne von -8 bis -9 Prozent. Zuvor hatte das Unternehmen mit einer positiven EBIT-Marge von 8 bis 9 Prozent gerechnet. Der Voltabox-Vorstand hat ein Maßnahmenprogramm eingeleitet, um die Kostenstrukturen zu verbessern und im Jahr 2020 eine nachhaltige Rückkehr in die Gewinnzone zu gewährleisten.

In Summe wird die paragon GmbH & Co. KGaA im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich einen Konzernumsatz von 200 Mio. Euro bis 210 Mio. Euro erzielen. Durch die Konsolidierung des Tochterunternehmens Voltabox AG wird auf Konzernebene eine EBIT-Marge in der Größenordnung von -1 bis -2 Prozent prognostiziert. Ursprünglich hatte der Konzern einen Umsatz von 230 Mio. Euro bis 240 Mio. Euro bei einer positiven EBIT-Marge von rund 8 Prozent geplant.

Nach vorläufigen Zahlen erzielte der paragon-Konzern im ersten Halbjahr einen um 22 Prozent gestiegenen Umsatz von 96 Mio. Euro und ein negatives EBIT von -5,4 Mio. Euro nach 4,8 Mio. Euro im Vorjahr. Das Unternehmen wird seine Halbjahreszahlen am 22. August 2019 veröffentlichen. (Pressemitteilung vom 12.08.2019) (13.08.2019/alc/n/a)





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