Der eskalierende Handelskonflikt treibt Anleger in deutsche Anleihen


22.06.18 11:15
Börse Stuttgart

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Der eskalierende Handelskonflikt zwischen den USA und China hatte die Anleger zu Beginn der Woche stark verunsichert und in die als sicher geltenden deutschen Anleihen getrieben, so die Börse Stuttgart.

Am Dienstag seien die Kurse deutscher Bundesanleihen deutlich angestiegen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future sei bis zum Dienstagabend auf 161,51 Punkte geklettert. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen sei im Gegenzug um 0,03 Prozentpunkte auf 0,37 Prozent gefallen. Auch in den meisten anderen Ländern der Eurozone hätten die Renditen nachgegeben.

Zur Wochenmitte hätten dann die Impulse gefehlt - die Kurse hätten sich kaum mehr bewegt. Auch der Euro-Bund-Future habe am Mittwoch schwächer gehandelt, mit Kursen über 161 Prozent aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Leicht belastet worden sei der Anleihenmarkt zum einen durch die Erholung des Aktienmarkts von den Verlusten zum Wochenanfang. Zum anderen durch die Erzeugerpreise, die im Mai in Deutschland stärker als erwartet gestiegenen seien. Die Teuerungsrate sei auf 1,9 Prozent geklettert, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitgeteilt habe - einen höheren Stand habe sie zuletzt im März 2012 erreicht. (Ausgabe 24 vom 22.06.2018) (22.06.2018/alc/n/a)