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UniCredit will sich Optionen freispielen


17.05.19 10:15
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Im Zuge der Veröffentlichung des Geschäftsergebnisses für das Q1 2019, präsentierte die UniCredit ebenso ihre Pläne für eine weitere Restrukturierung, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Ziel sei es laut Emittent "mehr Optionen und Flexibilität" zu konstruieren, um in weiterer Folge die Refinanzierungskosten des Instituts zu senken. Hauptpunkt dabei dürfte eine Umstellung insofern sein, dass die Tochterbanken sich selbst refinanzieren würden und in langsamen Schritten das Intra-Gruppen Exposure heruntergefahren werden solle. Die Bank habe mitgeteilt, dass erhöhte Refinanzierungskosten im Q1 2019 (EUR +32 Mio.) unter anderem für das reduzierte Nettozinseinkommen (-4,5 %) im Vergleich zum Q1 2018 verantwortlich gezeichnet hätten.

Als bestes Beispiel dürfte hierbei die im November 2018 getätigte Privatplatzierung im Senior non-preferred Segment gelten (USD 3 Mrd., Kupon 7,83%). Ebenso solle laut Bank das heimische Staatsanleihenportfolio verringert werden. Dieses habe im Zuge der Spreadausweitungen rund um die Regierungsbildung in Italien im Jahr 2018 zu deutlichen Belastungen für die Kapitaldecke der Bank geführt. Ebenso nicht vom Tisch sei nach Ansicht der Analysten eine Übernahme der Commerzbank, obwohl einstweilen vom Unternehmen dementiert worden sei. (News vom 16.05.2019) (17.05.2019/alc/n/a)