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Staatsanleihemarkt: Renditeaufwärtsdrift bei deutschen und US-Anleihen fortgesetzt


14.08.20 10:12
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - In den USA gab es in der Vorwoche erstmals seit Mitte März weniger als eine Million Erstansuchen auf Arbeitslosenhilfe, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Das gestrige Ergebnis sei somit deutlich besser als erwartet ausgefallen. Heute stünden mit der Industrieproduktion und den Einzelhandelsumsätzen wichtige Kennzahlen zur Realwirtschaft am Kalender. Frühindikatoren würden eine Fortsetzung der Erholung im Juli signalisieren. Vor allem im Industriesektor werde ein deutlicher Anstieg des Outputs im Vergleich zum Juni erwartet. Die Umfrage zum Konsumentenvertrauen sollte Aufschluss geben, inwieweit sich die hohe Zahl an Covid-19-Neuinfektionen und das Tauziehen um ein Fiskalpaket auf die Stimmung schlagen würden.

In der Eurozone werde die Schnellschätzung der Beschäftigung in Q2 veröffentlicht. Es sei mit dem stärksten Rückgang binnen drei Monaten seit Existenz des Währungsraums zu rechnen. Des Weiteren stünden für viele Länder BIP-Daten an. Das Ergebnis für die Eurozone könnte im Vergleich zur Schnellschätzung leicht nach oben revidiert werden.

Am Staatsanleihemarkt habe sich gestern der Renditeaufwärtsdrift bei deutschen und US-Anleihen fortgesetzt. Dieser müsse jedoch im Kontext des vorherigen Renditerückgangs gesehen werden. Die jüngste Aufwärtsbewegung bei zehnjährigen erfolge auf beiden Seiten des Atlantiks klar innerhalb einer Bandbreite, welche seit Ende März zu beobachten sei.

Am Primärmarkt habe gestern Italien Fixzinsanleihen mit Laufzeit 8/2023, 9/2027 und 9/2050 zu einer durchschnittlichen Rendite von 0,08%, 0,72% und 1,91% gebracht. Das Gesamtvolumen habe 6,75 Mrd. EUR betragen, das bid/cover-Verhältnis habe zwischen 1,39 und 1,63 gelegen.

Am Ratingkalender seien heute Irland (Moody's A2 (s)) und Litauen (Moody's: A3 (p) und S&P: A+(s)) vermerkt. (14.08.2020/alc/a/a)